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Mittwoch, 24. Februar 2016

Im Ring des Grauens: Lagebericht III

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.
Mit ein paar kurzen Worten hatte er Garfield dazu überzeugt seine selbstgewählte Isolation aufzugeben und eine kurze Begutachtung durch Thomas bestätigte, dass er wirklich nicht infiziert war.
Das war aber auch das einzig gute an seinem Zustand.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Im Ring des Grauens: die Sache mit den Hirnmaden IV

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.
Für jene die nicht mehr gefunden wurde, so wie Justin, hielt er eine eigene Zeremonie ab.
Nachdem sie wieder bei Sinnen war, weigerte sich Sonja vier Wochen lang ihr Quartier zu verlassen.
Ihr Dienst wurde von Nico übernommen.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Im Ring des Grauens: Die Sache mit den Hirnmaden III

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.

Was genau mit ihm geschah, konnte keiner sagen.
Er hatte die Verriegelung von innen vorgenommen und als sie dann den Maschinenraum schließlich befreiten, waren von seiner Uniform nur noch Fetzen übrig.
Sonja konnte sich an nichts mehr erinnern, ebenso wie alle anderen Infizierten, nach ihrer Genesung.
Sechs Wochen nach dem Absturz kam Thomas endlich dem Erreger auf die erlösende Spur.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Im Ring des Grauens: Die Sache mit den Hirnmaden II

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.
Die Wirkung auf das Verhalten und Erleben der Befallene war einfach und perfide.
Es nahm sich eine Idee oder einen Gedanken von seinem Wirt und steigerte ihn bis ins unermessliche.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Im Ring des Grauens: Die Sache mit den Hirnmaden I

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.

So ganz unwahrscheinlich war diese Befürchtung nicht.
Und als ob seine eigene unwahrscheinliche Anziehungskraft auf den abgedrehtesten Scheiß nicht genug war, war irgendjemand auf die wahnsinnige Idee gekommen ihn mit Robert Lampe auf ein Schiff zu setzen.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Im Ring des Grauens: Lagebericht II

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.
Vorsichtige Schätzungen liegen bei einem Monat, bei der Inbetriebnahme des kompletten Schiffes.
Inwieweit wir das strecken können mag ich nicht sagen.
Diese Art der Spekulation würde nur falsche Hoffnungen wecken.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Im Ring des Grauens: Lagebericht I

Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder. 
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.

„Das was uns getroffen hat, oder was wir getroffen haben, je nachdem wie man es betrachtet, können wir nur als Singularität bezeichnen.
Diese Schlussfolgerung nach knapp sechs Monaten zu ziehen ist alles andere als berauschend. Da nützen uns auch die drei Monate die wir durch die Hirnmaden verloren haben nicht als Entschuldigung.
Durch seine extreme Dichte ist es sowohl da als auch nicht da.
Wir wurden also getroffen und auch nicht.
De-facto hatten wir das unmögliche Glück oder Unglück mit der genauen Koordinate dieser Singularität innerhalb seiner Superposition zu koalieren.

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Im Ring des Grauens: Hier kommen die Geister

 Was bisher geschah:
Der Frachter "Anton" wurde durch ein unbekanntes Ereignis aus seiner Flugbahn katapultiert.
Seine Mannschaft, eine bunte Mischung aus verschiedenen Lebewesen, findet sich in einem Asteroidenfeld am anderen Ende vom Universum wieder.
Der Kapitän und seine Offiziere dachten schon alles gesehen zu haben was das Weltall zu bieten hat. Da hatten sie wohl unrecht.


Montag, 7. Mai 2012

Gesichter im Wasser

Nicht jeder Planet kann aufregend sein.
Um ehrlich zu sein bin ich dafür sogar dankbar.
Natürlich bleibt die unterschwellige Anspannung die dieser Beruf mit sich bringt, aber es ist schon beruhigend zu wissen, dass einen die Bäume nicht angreifen
UP 216 in der Nähe von Aljo hatte nichts aufsehenerregendes zu bieten.
Wir hatten die Wälder Tjulson getauft getauft, nach Andreas Tjulson dem Sternenpoeten.
Hier und da ab es auf der zellularen Ebene geringe Unterschiede, aber das war auch alles.
Die Flora und Fauna
Die Hauptuntersuchungen waren nach zwei Tagen abgeschlossen und wir konnten eigentlich weiter ziehen zu UP 202.
Auf Vorschlag von Flass entschieden wir uns jedoch dazu die vorgeschrieben sieben Tage zur Erkundung auszuschöpfen um die seltene Ereignis lose Zeit zu genießen.
In der Zeit konnten wir in Ruhe um das Lagerfeuer sitzen, unser Weltraumgarn spinnen und nebenher noch den elenden Papierkram aufholen der uns unerbittlich im Nacken saß.
Flass spielte abends versunken auf seiner Flöte. Clussen versuchte aus einem Stamm etwas zu schnitzen. Tacher justierte versunken das Feuer. Ich ging die Berichte durch.
Irgendwann räusperte sich Tacher hörbar was uns alle kurz aufblicken ließ. Als er sich unserer Aufmerksamkeit sicher war kramte er aus seinem Rucksack ein verschlossenes Glas hervor, in dem nichts anderes außer Wasser zu sein schien.
Er stellte das Glas neben sich auf die Bank und begann dann zu erzählen wie er heute am Fluss spazieren war.
Tacher beschrieb uns ruhig und ausgiebig wie ihn das Wasser ansprang und ihm Bilder in seinem Kopf zeigte. Nicht nur Bilder, sondern auch Gerüche und Geräusche.
Er brachte es auf den Punkt indem er das was ihm das Wasser in den Kopf setzte als Gedanken und Erinnerungen bezeichnete.
Er versuchte das was er gesehen hatte so gut wie möglich zu schildern.
In der Regel war Tacher der Aufschneider vom Dienst.
Egal worum es ging er hatte es schon gesehen und etwas viel schlimmeres überlebt.
Doch das Wasser hatte sich vor ihm aufgebaut und ein Gesicht gezeigt was aus allen seinen ehemaligen Geliebten zusammengesetzt war.
Die mit dem Kind.
Diejenige die nur Beleidigungen für ihn übrig hatte.
Die eine die ihm entwichen war, weil er zu dumm war.
Das alles war untermalt mit Gerüchen und Stimmen. Bilder von Düften schwebten im Hintergrund.
Dazu das Bild einer Straße.
Hinzu kam etwas was er nur als einen alles bestimmenden Takt bezeichnen konnte.
Es war ihm äußerst wichtig, dass er das geschehene so gut wie nur möglich wiedergab, da er einer regelrechten Gedankenflut ausgesetzt war, die er immer noch versuchte zu sortieren.
Er gab mir das Glas für weitere Untersuchungen und verbat sich weitere Fragen.
Befangen gingen alle zu ihrer Abendroutine über.
Singen, Erzählen, Feuer schüren.
Ich betrachtete das Wasser im Glas.
Der Geruch von gedünsteten Haselnüssen stieg mir in die Nase.

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Montag, 23. April 2012

Die richtige Wahl


Er würde ihr nichts sagen.
Er würde niemandem etwas erzählen.
Nicht seiner Freundin, nicht seinen Eltern oder seinen Freunden.
Das war ganz allein seine Sache.
Sie würden es auch nicht verstehen.
Das einzige was er von ihnen zu erwarten hatte waren leere Worte und gut gemeinte Ermunterungen.
Jeder mögliche Ratschlag  war schon in seinen Gedanken.
Jede Möglichkeit hatte er sich schon vor Augen geführt.
Das Schreiben des Arztes zitterte leicht in seiner Hand.
Er war allein mit sich und der Krankheit.
Dem elenden verdammten EBÜ.
Ejakulations Botulismus Überreaktion.
Seit zehn Jahren war das Virus bekannt.
Niemand wusste wie es entstanden war oder wann genau.
Es war einfach da.
In den Nachrichten kamen immer wieder vereinzelt Geschichten darüber.
Männer tot neben Frauen. Hin und Wieder eine Statistik. Vereinzelte kleine Reportagen über Hinterbliebene und Infizierte die gefasst, mutig oder in Tränen aufgelöst ihr Schicksal  der Kamera erzählten.
Dumpf hallten die Erklärungen des Arztes in seinem Kopf wieder.
Kurz gefasst: der Mann starb nach dem Sex.
Nicht sofort. Man brach nicht einfach zusammen. Es brauchte ungefähr eine Stunde
Einmal und nie wieder.
Es waren nur Männer betroffen.
Theorien, also unbewiesene Vermutungen, sagten dass es etwas mit dem Y-Chromosom zu tun hatte.
Seine Gedanken drehten sich wie eine Spirale nur um ein Thema.
Immer größer wurden die Kreise. Immer mehr Einzelheiten und Geschichten kamen ihm in den Sinn.
Alles rund um Sex. Immer wieder Sex und seine Folgen.
Er wollte nicht auf diese Art darüber nachdenken.
Sein zwanzigster Geburtstag lag doch noch weit vor ihm.
Sie hatten sich gegenseitig Geschichten erzählt. Auf dem Schulhof. Alles Lügen. Es war ein Spiel in dem jeder den anderen überbieten versucht. Insgeheim wussten alle, dass  sie sich nur ausgedachte Geschichten erzählten die sie sich aus Halbwissen zusammenbastelt hatten.
Das alles war einfach nicht fair.
Warum musste es ihn treffen?
Die Gedankenspirale  war bei seiner Freundin angekommen.
Sie waren jetzt seit einem halben Jahr zusammen.
War sie die richtige?
Hier ein Kuss da eine Umarmung.
Unter der Unterwäsche hatten sie sich auch schon kennen gelernt.
Aber sie hatten nie miteinander geschlafen. Nicht richtig.
Und jetzt? Sollte er den Rest seines Lebens enthaltsam leben oder ein letztes Mal mit der Person schlafen von der er glaubte, dass er sie liebte.
Ein lebloses Lachen brach laut und ohne Freude aus seiner Kehle.
Dann wäre sie wirklich die Liebe seines Lebens.
Von dem was er wusste und von dem was ihm erzählt wurde, lag es an verschiedenen Reaktionen des männlichen Gehirns und der männlichen Haut mit der Scheidenflüssigkeit.
Diesen Kontakt konnten auch Kondome nicht verhindern.
Im Kern bekam man einfach einen tödlichen Hirnschlag aufgrund der Überreaktion.
Mit all dem was er nun wusste konnte er sich nur noch vor seinem eigenen Körper ekeln und fürchten.
Er hatte nur eine Möglichkeit um Kinder zu zeugen.
War sie die richtige Wahl?
Ihre Eltern waren nett.
Wie ein Pendel schwangen seine Gedanken von fast aufgeregt hysterisch auf kalt und sachlich.
Nüchtern betrachtete er ihren Charakter und ihre Familiensituation.
Überrascht von sich selbst bemerkte er wie kalt und sachlich  seine Überlegungen waren.
Er wog die besten Optionen ab.
Wie oft hatten seine Eltern ihm vorgehalten dass er nie nachdachte?
Mehr als er zählen konnte.
Hatte ein Kind in dieser Familie eine Zukunft?
Schwer wog das Telefon in seiner Hand.
Es war Wochenende.
Sie würden sich unverfänglich für den Abend verabreden und sich mit Freunden verabreden.
Die Nacht würden sie wie so oft bei ihm verbringen.
Seine Eltern waren heute nicht da.
Er würde neben ihr einschlafen und nicht mehr aufwachen.
Hatte er eine andere Wahl?


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Montag, 16. April 2012

Hausbesuch


Sehr geehrter Herr Sobald

Hier nun wie besprochen eine kurze Zusammenfassung bezüglich der Mitarbeiterintervention mit Frau Donstag, die bei unserer Firma als Mechanikerin arbeitet.
Nachdem wir in den letzten zwei Monaten bei Maria Donstag erbrechen am frühen Morgen und schnell Erschöpfung beobachten konnten, füllten wir Mitte letzter Woche den Familienschutzschutzbogen aus. Dabei sind wir zu der Schlussfolgerung gekommen, dass eine Schwangerschaft vorliegen kann.
Laut  Aussage von Frau Donstag, hatte sie sich von einer Arzthelferin diagnostizieren lassen, dass die Übelkeit von einer Waschmittelallergie kommt.
Um unserer geachteten Arbeitskraft die Ernsthaftigkeit der Situation zu demonstrieren, wurde am späten Samstag Nachmittag in Abstimmung mit dem zuständigen Betriebsarzt ein unangekündigter Hausbesuch durchgeführt.
Frau Donstag reagierte verwundert auf den Besuch und reagierte reserviert.
Kernelemente der Unterweisung waren:
Die Diagnose einer Arzthelferin reicht nicht aus, da diese dazu nicht ausreichend qualifiziert ist.
Wir empfahlen dringend eine richtige Untersuchung um sicherzugehen, dass es ihr als Arbeiterin und Frau gut geht und keine Vermutungen im Raum schweben, die zu falschen Schlussfolgerungen führen.
Frau Donstag verwies auf ihre Abneigung gegenüber Ärzten und dass die Erschöpfung von ihren Schlafstörungen kam, die auch ihren Vorgesetzten bekannt sei.
Um ihre Abneigung zu umgehen wurde von mir vorgeschlagen sie am nächsten Tag zum Betriebsarzt Herrn Doktor Lenga zu begleiten.
Frau Donstag zeigte sich im Gespräch kooperativ und verunsichert. Den Vorschlag des Arztbesuches stimmte sie zu.
Zum Schluss belehrte ich sie noch einmal gewollt formal, dass Schwangerschaften meldepflichtig sind und dass eine Partnerschaftslizenz mit dem Kindsvater empfehlenswert wäre, da dies das gesellschaftliche Leben erleichterte und ihr als möglicher Mutter die nötige Stabilität geben würde.
Hier wurden von mir alle möglichen bürokratischen Hürden und Auflagen aufgezählt und erläutert.
Ich konnte es mir hier nicht verkneifen den einen oder anderen Seitenhieb auf die Venus zu landen, wo die Kinder regelrecht gezüchtet werden, und auf den Mars, wo Neugeborene im wahrsten Sinne der Gesellschaft übergeben werden und ohne erkennbare Eltern erzogen werden.
Unsere geschätzte Mitarbeiterin nahm alle Belehrungen und intersolare Spitzen aufmerksam und ernst auf.
Der gemeinsame Arztbesuches erübrigte sich, da Frau Donstag  sich am nächsten Tag an ihrer Maschine den Arm verletzte, worauf sie sich direkt ohne Begleitung zum Betriebsarzt begab.
Sie verwies mir gegenüber trocken auf den Dienstweg der eingehalten werden musste.
Dieser maß der Übelkeit und den Erschöpfungserscheinungen keine weitere Bedeutung bei und bestimmte sie als nicht ansteckend.
Die Bluttests ergaben keine Auffälligkeiten und der Arm war nur leicht verletzt.
Frau Donstag wird die nächste Woche im Büro aushelfen um ihre Arbeitskraft trotz ihrer Verletzung zur Verfügung zu stellen.
Um eine saubere und transparente Arbeitsweise und Dokumentation zu ermöglichen wurde vor und nach dem Hausbesuch Rücksprache mit meiner Kollegin Frau Lennertz, die mit mir gemeinsam den Familienschutzschutzbogen ausgefüllt hatte und dem Betriebsarzt gehalten, der den ganzen Vorgang für möglicherweise übertrieben aber dennoch für angebracht hielt um eben Missverständnisse zu vermeiden.


Mit freundlichen Grüßen
Thomas Bruß
Abteilungsleiter Mitarbeiterkoordination


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Montag, 9. April 2012

Einmal zur Kaufhalle und zurück

Nachdem die Schimpansen ihren Krieg beendet hatten konnten wir endlich raus.
Es war auch höchste Zeit, denn unsere Vorräte waren alle.
Das Los entschied, dass ich einkaufen gehen musste.
Die Weibchen der Verlierer des Krieges standen nun an allen Ecken und boten ihre Körper für Futter an.
Meiner Einschätzung nach würde es nicht lange dauern und die Arbeiter der Gewinner würden in den Streik gehen.
Das war immer so.
Um sicherzugehen, dass ich auf dem richtigen Weg war schaute ich mir die Kühe an.
Nachdem ich mir sicher war, dass sie beim Essen wie immer Richtung Norden zeigten ging ich beruhigt weiter.
Es gab immer noch Landminen im Boden, aber ich folgte den Katzenspuren.
Aus irgendwelchen Gründen spürten sie wo der Sprengstoff war und umgingen ihn.
Ein Rudel Hunde verfolgte mich, ich musste erst das Leittier verwunden, damit sie mich in Ruhe ließen.
Das Dach Kaufhalle war wie immer mit Krähen übersät. Der Besitzer hatte vor langer Zeit einen Pakt mit ihnen geschlossen.
Dadurch war sein Geschäft eines der wenigen sicheren.
Meine Auswahl hatte ich schnell beisammen.
Die Ameisen die überall herum liefen und lagen schüttelte und strich ich weg.
Falls welche noch in den Kartons waren würden sie beim Kochen abgetötet werden.
Ich erinnerte mich daran auch noch das Müsli auf jeden Fall abzukochen, schließlich wollte ich mir keinen Hirnwurm einfangen.

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Der Ausbruch 4


Sie hatten sich dahinter versammelt. Unser Ausweg war versperrt. Wir waren dazu verdammt hier zu bleiben als  Futtervorrat für die Monster.
Dann öffnete sich die Tür.
Zu Salzsäuren erstarrt verfolgten wir die sich zur Seite schiebende Platte..
Warum musste der Bewegungsmelder jetzt funktionieren?
Konnten die Generatoren mit der Erholung nicht noch ein wenig warten?
Ein braun rotes Meer aus Fell entfaltete sich vor uns.
Ohne sich stören zu lassen wuselten die riesigen Fellbälle hin und her.
In ihren Haaren waren noch getrocknetes Blut und Fleischreste zu erkennen.
Anscheinend waren sie gerade alle satt und zufrieden.
Tränen der Verzweiflung füllten meine Augen.
Irgendwann würden sie wieder hungrig sein.
Dann würden wir sterben.
Das war das Ende.
Ich würde dafür bezahlen weil ich wissen wollte was der Unterschied zwischen Hasen und Kaninchen war.
Neugier ist der Katze Tod.
Trotzig unterdrückte ich die Tränen
Ein Surren ließ mich aufhorchen.
Das Surren einer Tür.
Veles erschien zusammen mit anderen Überlebenden am gegenüberliegenden Tor. Es waren um die zwanzig.
Jeder hatte zwei Fackeln in der Hand und selbst gebastelte Helme auf den Köpfen Sie waren Vogelscheuchen für die Cletisias.
Sie mussten es gewesen sein die den Strom für die Türen wieder zum Laufen gebracht hatten.
Majestätisch erhob er seinen Kopf und blickte mich an.
Er hatte sich bemalt.
Ich konnte ein paar seiner Masken bei seinen Gefährten erkennen.
Aber er hatte sich bemalt.
Im Gesicht.
Und er schaute mich an.
Kontrolliert reichte er die Fackel von seiner rechten in die linke Hand und gab mit der nun freien Hand einen Code in die Tastatur neben der Tür ein.
Vor uns erschien ein Kraftfeld.
Ohne Hast gab der gehörnte Psychologe noch einen Code ein. Die Cletesias hatten ihn und seine Kumpane nicht zur Kenntnis genommen.
Mit einem tiefen Summen öffnete sich das Haupttor der Rampe.
Die peitschenden Winde des Mars fluteten die Halle.
Dann jaulte Veles auf und schwang seine Fackeln.
Seine Kameraden taten es ihm gleich. Sie stoben auseinander, machten Lärm und versengten den Monstern das Fell.
Ihren Urinstinkten folgend wichen die riesigen Tiere mit Fauchen und irritiertem Quieken zurück.
So etwas war ihnen noch nie begegnet. Gehörnte Menschen hatten sie nie gesehen und mit Feuer hatten wir sie nie konfrontiert.
Mit Schreien und Brüllen trieben sie die Tiere hinaus in die Steppe.
Als ich beobachtete wie die Tiere in der Ferne mit der Steppe verschmolzen kroch mir ein eiskaltes Kribbeln den Rücken herunter.
Diese Tiere waren mehr als fruchtbar und würden sich in kürzester Zeit verbreitet und etabliert haben und sie fielen auch Menschen an um Essen zu bekommen.
Veles kam zu uns um das Kraftfeld zu deaktivieren.
In seinem bemalten Gesicht konnte ich sehen, dass  er dasselbe dachte wie ich.
Wir hatten nicht nur unseren Vorgesetzten Meldung zu erstatten, sondern auch der planetaren Obrigkeit.
Immerhin hatte der Mars jetzt eine neue Spezies.


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Sonntag, 8. April 2012

Der Ausbruch 3


Selbst im undeutlichen Rot der Notbeleuchtung konnte ich erkennen wie käseweiß Orland im Gesicht war.
Versteinert lauschten wir dem Grauen hinter der Tür.
Still und heimlich war ich dankbar für meine kleine Neurose immer die Tür hinter mir zu schließen.
Es war ein Tick den ich seit meiner Kindheit hatte.
Ich fühlte mich schlicht ruhiger wenn die Tür zu war, konnte mich besser konzentrieren.
Diese kleine Eigenheit hatte mir an dem Tag das Leben gerettet.
Orland war der erste der sich als erster aus seiner Erstarrung löste. Vorsichtig bewegte er sich auf mich zu und flüsterte mir zitternd zu, dass wir zur Shuttlerampe gelangen mussten um noch lebend heraus zu kommen.
Mehr als zustimmen konnte ich nicht. Zu etwas anderem war ich nicht in der Lage.
Wir warteten ab bis auf den Fluren Stille herrschte.
Die Abwesenheit von Geräuschen war ohrenbetäubend.
Wie ein Echo hallte der vor kurzem gehörte Horror in meinen Ohren nach.
Manuell hatten wir beide die Tür zu öffnen.
Es war nicht schwer.  Die Notsicherung war zu lösen. Dann ließ sich die Tür butterweich öffnen.
Jeder der einmal in einem Zug gefahren war kannte die Verfahrensweise.
Orland musste trotzdem jeden einzelnen Schritt erklären.
Zum ersten Mal seit langem bemerkte ich kalten Schweiß auf meiner Haut.
Im Licht des Notstroms wanderten die Schatten an den Wänden auf ihren eigenen Wegen.
Wo was wie war konnten wir zuerst nur schwer erkennen.
Wenn hier auch nur ein Monster lauerte waren wir ein willkommenes Fressen.
Vor unseren Augen bot sich das Bild von einem Massaker.
Dunkle Schleifspuren zogen sich auf dem Boden entlang. Dunkelrot.
Ich spürte ein Zittern in mir, doch meine Hände und Lippen blieben ruhig.
Knochen und Fleischfetzen lagen an den Schleifspuren entlang in einem beunruhigend passenden Muster. Dazu Fetzen von Uniformen. Uniformen von Technikern.
War das Leisscher gewesen?
Ich hatte Leisscher immer gemocht. Wir haben manchmal Karten gespielt wenn nichts anderes los war.
Oder war es Stazung?
Der Typ den keiner leiden konnte?
Wer wurde auf dem Korridor verteilt?
Zusammen gingen wir den Korridor zur Rampe entlang.
Panisch wurde mir bewusst, dass wir unbewaffnet waren.
Wir waren zwei Akademiker die einen dunklen Flur entlang tappten ohne zu wissen von wo die Monster kommen konnten.
Bilder an die ich nicht denken wollte schlichen sich in meinem Hinterkopf an.
Wie sah es aus wenn ein Cletesias einen Kopf in den Mund nahm und dann zubiss?
Bevor das Licht ausging hatten wir uns über die Länge der Krallen unterhalten. Vor mir waren klare Blutspuren. Aufgerichtet waren die Tiere etwas kleiner als ich.
Wie würden sie mit erhobenen Klauen aussehen?
Veles kam mir in den Sinn mit einer seiner verdammten Geschichten.
Er hatte einem Teil seiner Hamster immer einmal in der Woche ein kleines Stück Gehacktes gegeben, weniger als ein Gramm.
Seine Pointe war, dass die mit dem Fleisch länger überlebten und er liebte es darauf hinzuweisen, dass das rohe Fleisch nicht gehamstert sondern gleich verzehrt wurde.
Von weitem hörten wir das Klacken und Scharren der Krallen auf dem Boden. Das Rauschen des Fells das über den Boden strich. Das wiederkehrende Quieken, welches immer wieder vom Fletschen der Zähne unterbrochen wurde.
Am Ende des Flures erreichten wir den verschlossenen Eingang zur Rampe. Klar  und deutlich drangen die widerwärtigen Geräusche der Kreaturen durch das Metall.


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Samstag, 7. April 2012

Der Ausbruch 2


Veles hielt das alles für eine schlechte Idee. Er konnte das ganze Projekt nicht leiden. Warum er hinzugezogen wurde wusste niemand, noch nicht einmal er selber.
Anstatt sich die ganze Zeit zu beschweren nahm er die ganze Situation mit Humor und machte Anspielung darauf, dass er keine Nacktfotos von der Tochter seines Chefs hätte machen sollen.
Als verantwortlicher Tierpsychologe beobachtete er unsere Arbeit distanziert und kritisch.
Es wurde irgendwann klar warum er hier war.
Veles war ein Fachmann für alle Arten und Unterarten von Nagetieren.
Mäuse, Meerschweinchen, Hasen, Hörnchen und auch Hamster, die Grundlage unserer Züchtungen waren.
Er kannte unsere Ziele, die er nicht mochte. Trotzdem gab er seine fachlichen Einschätzungen ab.
Seinen Unmut gab er damit Ausdruck, dass er Anekdoten erzählte wie Hamster dazu in der Lage waren größere Tiere wie Meerschweinchen ohne weitere Probleme anzugreifen oder wie weit und hoch sie in ihrer ursprünglichen Größe springen konnten oder wie sie sich gegenseitig töteten wenn der Platz nicht ausreichte. Sehr gerne verwies er auch auf die Ausdauer dieser Tiere wenn es um Verletzungen ging.
Er beendete seine Erzählungen immer mit der Aufforderung, dass man sich doch bitte vorstellen sollte wozu sie in ihrer jetzigen Größe in der Lage waren.
Drei Wochen nachdem ich gebissen wurde rief er mich zu sich um mir einen Vorfall zu melden.
In seinem Büro, dessen Wände voller Masken und Waffen, wie Speere und Armbrüste hingen empfing er mich ungewohnt formal und bot darum mich zu setzen.
Er kam von hier und entsprach nur zu gut dem Klischee der Marsianer, die sich für alle möglichen mittelalterlichen Sachen interessierte.
Mit matter Stimme schilderte Veles mir wie eine Herde die andere, anscheinend verfeindete, umzingelt und systematisch dezimiert hatte. Die überlebenden Welpen wurden von  Weibchen des siegreichen Rudels aufgenommen und aufgezogen.
Fast gezwungen beiläufig wies er darauf hin, dass dies ein untypisches Verhalten für diese Art von Spezies war. Ursprünglich waren sie eher Einzelgänger und organisierten sich nicht in Herden, geschweige denn, dass sie für die Nachkommen anderer sorgten.
Sein Gegenbeispiel waren hier Wölfe, wo die Wölfin bei einem Partnerwechsel, die bereits vorhandenen Nachkommen ihrer Vorgängerin tötete.
Ich weiß nicht warum mir mulmig war als ich sein Quartier verließ.
Wir hatten doch mehr erreicht als wir erhofften.
Der Ausbruch geschah ungefähr zehn Tage später.
Ich war gerade dabei zusammen mit Orland, einem meiner untergestellten Genetiker, die aktuellen Daten durchzusprechen. Belangloses Zeug. Es ging um die Zahnlänge und was wir den Tieren in di Käfige packen konnten, damit sie sich selber die Beißer ab wetzten.
Jeder von uns hatte seine frische Tasse Kaffee vor sich zu stehen.
Statistiken flogen dreidimensional vor unseren Augen.
Dann waren sie weg.
Wir gaben alle möglichen Codes ein, aber die Technik gehorchte uns nicht.
Dann erklang ein Signal das mir durch Mark und Bein ging.
Es war der Alarm der Käfige.
Das Licht fiel aus.
Die Notbeleuchtung sprang an.
Meine Knie wurden weich. In meinem Magen ballte sich die nackte Angst.
Durch die verschlossene Tür konnten wir Schreie hören. Panisch geschriene Anweisungen und Hilferufe. Dazwischen immer wieder Schmerzensschreie. Und Gebete.
Es dauerte nur wenige Minuten, bis wir auch das leisere Klacken der Krallen auf den Fluren durch die Wände hörten.
Dazu kam das kurze charakteristische Quieken der Kreaturen. Mal kurze Abstände, dann wieder länger.
Den Gedanken, dass diese Töne eine wahrhaftige Sprache sein konnten unterdrückte ich mühsam.


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Montag, 26. März 2012

Am Ende des Flusses

Mein Name ist Axel Stone. Mit meinen Partnern Belinda Peach und Charles Alder räume ich den Dreck auf den die intersolare Union hinterlässt.
Wurden zu der Betreuung geschickt. Als Belohnung.

Montag, 19. März 2012

Von den Sternen kommen wir zu den Sternen gehen wir.

Die Anzeichen waren da, aber niemand wollte es wahrhaben.
Wir hätten uns vorbereiten können aber es erschien einfach zu unglaublich
Wann es genau anfing weiß keiner. Der Untergang schlich sich an. Klein, leise, unbemerkt, aber beständig.
Spezialisten analysierten das Geschehen. Theorien flogen herum, ohne dass irgendjemand wirklich wusste was geschah.

Montag, 5. März 2012

Brief von der Front

Liebe Susan
Ich versuche dir so oft zu schreiben wie es geht, doch Papier ist rar, dasselbe gilt für Tinte.
Der Kommunikationsoffizier kontrolliert regelmäßig.

Montag, 20. Februar 2012

Reiseführer Venus (Auszug)


Geschichte
Wie allgemein bekannt war die Venus zuerst eine Kolonie der Erde. Grund für die Kolonisierung waren die reichen Rohstoffvorkommen, die sich durch die andauernden Stürme praktisch von selber abtragen, was auch die Grundlage für den Beinamen Planet der ewigen Winde ist.

Montag, 2. Januar 2012

Zwischenbericht

Von:  Daniel Hach
An: Zentrale Koloniale Verwaltung Abschnitt 4 Jacob Adler
Lieber Jacob,
Wie üblich sende ich dir zuerst eine kleine Zusammenfassung unserer letzten Mission, damit du deinem Chef etwas berichten kannst.
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