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Dienstag, 10. Februar 2015

Im Ring des Grauens: Ein Durchbruch

„Achtung an alle Decks: Bereitmachen für erneuten Durchbruch!“
Garfields Stimme hallte Mark erschütternd durch alle Lautsprecher.
Seine sonst so ruhige, fast zarte Stimme hatte einen rauen Ton an sich, den Robert nicht wieder erkannte.
Routiniert stellte er den Kanal zur Brücke her.
„Hallo Brücke, was für ein Durchbruch bitte schön?“
„Hallo Robert, willkommen zurück, wie ist die Lage?“
Seine elende Blockadehaltung hatte er jedenfalls nicht verloren.
„Alle noch am Leben und keine Tentakel. Was für ein Durchbruch kommt da?“
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
„Lass dich überraschen, es soll einen geradewegs umhauen, wenn man es zum ersten Mal sieht.“
Das war keine gerade sachliche Antwort von seinem ersten Offizier.
Der sonst gewohnte Hochmut des eitlen Katers hatte sich zu einem durch und durch schnippischen Ton geändert.
Das war kein gutes Zeichen.
Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii
Druck baute sich auf. In seinen Ohren fing es an zu knistern. Die Luft bekam ein statisches Aroma.
Das war auch kein gutes Zeichen.
Beides kannte er nur zu gut.
Das letztere hatte er für ein einmaliges Naturphänomen gehalten.
Anscheinend hatte er sich da geirrt.
Dem ersteren hatte er in der Vergangenheit immer wieder einen Riegel vorschieben können, aber wenn Thomas recht hatte, dann hatte Garfield subjektiv ein halbes Jahr allein auf der Brücke verbracht.
Ohne Unterstützung und ohne Korrektiv.
„Hast du um geräumt Garfield?“
Er merkte wie er die Gegensprechanlage regelrecht strafend anstarrte.
Wenn sich seine Befürchtungen bewahrheiteten, dann hatte ihr Intelligenzbolzen sich in seinen Gedanken verrannt und der Brücke seinen persönlichen Anstrich verpasst.
„Vielleicht ein bisschen....“
Jetzt klang fast wie ein kleines Kind, dass dabei ertappt wurde wie es das Werkzeug seines Vaters Zweck entfremdet hatte.
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
„Wann hast du das letzte mal die Brücke verlassen Garfield?“
„Keine Ahnung, vor ein paar Wochen vielleicht?“
„Vor wie viel Wochen?“
„Keine Ahnung Mann, das ist jetzt auch gar nicht das Thema, wir haben hier gleich wieder einen Durchbruch, die Konsistenz des Schiffes hat sich schon wieder geändert und das Ding das uns getroffen hat spielt wieder verrückt und wer weiß schon, wann die Würmer wieder angreifen.“
„Alles klar Brücke, melde mich wieder.“
Das war alles kein gutes Zeichen.
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
Der Druck verstärkte sich und ließ jedes kleine Geräusch dumpf und unwirklich erscheinen.
Garfield war gerade mit sich selber beschäftigt, also musst der Vater vom Schiff mit der Mutter desselben reden, auch wenn sie sich in der Regel ignorierten.
„Mannschaftsoffizier, bitte melden.“
Die Gegensprechanlage knisterte hypnotisch. Seine Umgebung schien sich zu drehen und seine Knochen schienen immer schwerer zu werden.
„Gelobt seist du oh großer Kapitän, der du wieder zu uns zurück gekehrt bist.“
„Hi Bonnie.“
„Ich will es nicht zugeben, aber ich habe dich vermisst.“
„Wie ist der Status?“
„Theoretisch ist alles klar, praktisch ist alles eine Katastrophe.“
„Wie schlimm?“
„Das Schiff ist einsatzbereit. Nachdem Garfield sich auf der Brücke verschanzt hat, habe ich die Steuerung ein Deck tiefer gelegt. Er macht jetzt nur noch die wissenschaftlichen Messungen.
Wenn wir den Kern wieder angeschlossen haben, können wir starten und uns von hier verpissen.
Und wie war es bei dir?“
IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII
Und dann kamen die Geister.

Dienstag, 30. Dezember 2014

Im Ring des Grauens: Schlaf

Die Tür zum Bad öffnete sich und ließ eine Wolke von feuchter und seifiger Luft inklusive Wohlgerüche den Raum durchfluten.
Seine Vorgesetzte schritt als die Badehure, die sie war in den Raum.
Mikel mochte diesen Begriff nicht, obwohl er ihn lustig fand, aber seine Vorgesetzte hatte ihm eben jenen Begriff selber erklärt.
Auf längeren Raumfahrten war es unumgänglich, dass alle Beteiligten mindestens drei Lagen von irgendwelchen Ausdünstungen auf ihrer Haut herum trugen.
Die Luft nahm irgendwann einen Konsensgeruch an, mit dem sich jeder abfand.
Dieser Konsens wurde durchbrochen, wenn sich jemand wusch, denn sobald der Duft von frisch gewaschener Haut sich seinen Weg bahnte, bemerkte jeder, wie schlecht er selber stank.
Es war ein kleiner Wettkampf.
Derjenige, der zuerst einknickte und sich unter die Dusche flüchtete, war die Badehure.
Seine Vorgesetzte trocknete sich mehr als genüsslich ihre Haare ab und gab äußerst verstörende Geräusche von sich.
Dann fiel ihr Blick auf den Kapitän.
Jegliche Entspannung, die sie vielleicht im Bad erreichen konnte, fiel sofort von ihr ab.
Wie eine besorgte Mutter besah sie sich das mehr als sonderbare Schauspiel das der Kapitän darbot
Nur war der Kapitän, kein Kapitän, sondern ein kleines Kind.
„Robert, geh schlafen.“
Der Kapitän hüpfte weiter.
Seine Vorgesetzte schaute kurz Mikel an, dann wandte sie sich wieder ihrem Ziel zu.
Sie legte sich ihr Handtuch in den Nacken und näherte sich dem hüpfenden Kapitän.
Dann lies sie mit voller Kraft ihre Hand auf seine linke Schulter fallen und drehte ihn sich so, dass er ihr gegenüber stand.
„Robert, da Liege. Du legst dich jetzt schlafen!“
Automatisch stoppte der Kapitän sein Hüpfen und folgte mit seinem Kopf ihrem Fingerzeig.
Dann legte er sich auf die befohlene Liege und fiel in sich zusammen.
Seine Vorgesetzte massierte sich ihre Schläfen und bewegte sich auf die Gegensprechanlage zu.
Auch sie tippte die Kombination für die Brücke, nur meldete sie sich etwas anders.
„Er liegt dann jetzt, bringe ihn zum schlafen.“
Wieder antwortete die unbekannte Stimme.
„Wie lange hat er diesmal durch gehalten?“
„Schlag mich tot, mindestens drei Tage.“
„Wahrscheinlich wollte er seinen eigenen kleinen Rekord brechen.“
„Bestimmt. Zeitscheiße, wie schlimm?“
„Es ist Raumzeitscheiße und frag doch bitte Sonja.“
„Kein Bock. Gib mal ne Dauer und wann ist Thomas mit dem Wodka da?
„Freu dich. Fünf bis sieben Monate. Sofort bis gleich.“
„Spasibo“
Damit war die Unterhaltung beendet.
Mit einem gekonnten tänzerischen Schritt ließ sich seine Vorgesetzte neben den Kapitän auf die Pritsche fallen und strich ihm sanft durch sein Haar.
Mikel wusste nicht was er von der ganzen Sache halten sollte.
Ruhig und verlässlich pulsierte sein gebrochenes Bein unter den Netzen des verhassten Spinnendoktors.
Er wollte nichts mit einem hüpfenden Kapitän zu tun haben.
Geschweige denn mit irgendwelchen Verzerrungen von Zeit und Raum.
In seinem Vertrag war klar und deutlich beschrieben, dass er für drei Monate Dienst schieben würde und dann hatte sich diese ganze Sache mit der Raumfahrt erledigt.
Das war von Anfang an als eine einfache Zustellung von Frachtgütern geplant.
Das stand so im Vertrag.
Und der Vertrag hatte eingehalten zu werden.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Im Ring des Grauens: Dibs

Die einsetzende Stille war eine einzige Erlösung.
Nachdem unerlässlichen Redeschwall der riesigen Spinne genossen seine Ohren, das Fernbleiben von Worten mit einem wohligen warmen Klingeln.
Die nächste Erleichterung war das Ablegen der Raumanzüge.
Knapp zwanzig Stunden hatten sie in diesen unförmigen Dingern gesteckt, ohne die Möglichkeit sich selber die Nase zu kratzen oder sich Schweiß von der Haut zu wischen.
Ein jeder ließ einen kleinen Stoßseufzer los, spätestens nachdem der jeweilige Helm sich endlich von den Schultern löste.
Die sonst so verhasste Luft, die wieder und wieder aufbereitet worden war und sonst so schwer auf der Zunge lag umfing sie endlich wohlig warm und willkommen.
Der Raum in dem sie sich befanden war knapp zwanzig Quadratmeter groß, mit einem angeschlossenen Bad, für die nötigste Grundhygiene.
„Dibs!“ sagte seine und stupste sich selber auf die Nase.
Mit einer Schnelligkeit, die ihresgleichen suchte hatte sie ihren Raumanzug schon abgelegt.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren begab sie sich ins Bad und machte sich daran, sich so gut wie möglich zu reinigen.
Vielleicht brauchte sie nach dem langen Marsch auch einfach Zeit für sich alleine.
Bei ihrer kleinen Einlage ließ sie jede Leichtigkeit oder Anzeichen von Spaß vermissen.
Es wirkte vielmehr wie ein Automatismus den sie für genau solche Zwecke einstudiert hatte.
Der Kapitän und er pellten sich aus ihren Raumanzügen und begannen sich sofort lauthals zu strecken.
Als sein Kapitän seine Dehnungsübungen war ging er zu der Tür und aktivierte die Gegensprechanlage.
Ganz genau konnte Mikel sehen wie er die Zahlenkombination für die Brücke eingab.
„Miez, miez, miez.“
„Geh schlafen, Robert.“
Die Stimme die antwortete, gehörte irgendjemanden, den er nicht kannte.
Sie klang alles andere als freundlich, vielmehr wirkte sie aggressiv.
„Thomas meinte es gab ein paar chronale Verzerrungen und andere Spielereien?“
„Ich sage Thomas gleich, dass er dich als alternative Nahrungsquelle benutzen darf, wenn du nicht schlafen gehst.“
„Macht er ganz bestimmt nicht, dafür habe ich zu wenig Eiweis, dass hat er selber auf dem Weg hierher gesagt.“
Es schien als ob der Kapitän locker und entspannt wirken wollte, aber er war mehr müde und ausgelaugt.
Seine Worte dehnten sich in die Länge und er machte Pausen zwischen Silben, die keinen Sinn ergaben.
Dabei lehnte er gegen die Wand und schien kurz davor zu stehen auf seine Knie zu rutschen.
„Du herzloser Bastard, legst dich jetzt hin und schläfst, alles andere können wir später besprechen.“
„Wo ist denn deine geschätzte Fachlichkeit hin, du Stubenkater? Wie viel Zeit ist für dich bis jetzt vergangen?“
„Schlaf, Ende und aus.“
Damit war die Unterhaltung beendet.
Der Kapitän stützte sich mit beiden Händen an der Wand ab und starrte sie mit einem durchdringenden Blick an.
Immer wieder wog er seinen Kopf von links nach rechts, wie eine Schlange, die versuchte jemanden zu hypnotisieren.
Dann ließ er seinen Kopf nach oben wandern und wieder nach unten.
Immer wieder.
Schließlich stieß er sich von der Wand ab, drehte sich mit einem Sprung um 45 Grad, sodass er mit seiner Schulter auf die Gegensprechanlage zeigte und begann auf und ab zu hüpfen.
Dabei behielt er die Gegensprechanlage aus der die unbekannte Stimme kam fest im Blick.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Im Ring des Grauens: ein Schritt vor und drei zurück

Ach schaut doch mal, da vorne kann man das Schiff schon sehen.
Es sieht ein bisschen wie ein verlassenes Haus aus, oder?
Das erinnert mich an eine alte Geschichte über ein Haus, in dem die Bewohner nur große Puppen sind.
Lustige Idee.
Ich habe diese Geschichte geliebt als ich noch ein Kind war.
Es ist mir herzlich egal ob ich zu viel rede.
Viel wichtiger ist für mich ob du zuhörst.
Ihr drei seid ein wenig zurück geblieben.
Denkt ihr allen ernstes, dass wir noch nach Hause finden werden?
Wir sind da schon ein bisschen weiter.
Wir machen uns gerade einen Plan.
Vielleicht setzen wir ihn auch gerade um, ich bin mir da nicht so sicher.
Ich werde Sinn machen, wenn ich es für richtig halte bzw. wenn ihr auf dem aktuellen Stand seid.
Das soll doch mal schön der Garfield machen, dann ist er auch mal was zu nutze.
Ihr wart noch nicht mal einen ganzen Tag dieser dummen Situation ausgesetzt, wir fast ein halbes Jahr.
Schön das wir jetzt den Kern haben.
Damit können wir jetzt starten.
Aber wohin starten wir bitte?
Nein ich werde mich nicht selber ficken, Ella.
Robert, sei so gut und halte deine Bettgenossin unter Kontrolle.
Nein ich werde mich nicht selber ficken, Robert.
Ja, wir brauchen alle Wodka, Mikel.
Seht doch mal, gleich sind wir da.
Man kann fast die Leute in den Fenstern sehen.
Woher kommt eigentlich der Witz mit dem Android, der ein Haus baut, das keine Fenster hat.
Den habe ich nie wirklich verstanden.
Euer Humor, nicht meiner.
Und hier ist der Wurm zu Ende.
Wie wir es fünf Monate ohne Nachschub ausgehalten haben?
Lasst euch überraschen.
Bist du jetzt wirklich überrascht, dass wir es auch ohne deine Leitung geschafft haben, Robert?
Wir sind übrigens keine Idioten.
Ein Kapitän ist wenn überhaupt ein Knotenpunkt.
Wir haben uns ganz einfach als Kollektiv organisiert und alles lief weiter wie bisher.
Am Ende aller Dinge hat man keine Zeit für nutzlose Umstürze oder sonstigen Kram.
Hey Garfield, kannst du mich hören?
Rate wen und was ich auf meinem Ausflug gefunden habe?
Den großen Kapitän und seine Begleitung.
Ja, ich dachte auch, dass sie tot sind.
Aber Unkraut vergeht halt nicht, nicht wahr?
Und wie sie den Kern haben.
Das ist vielleicht eine geile Scheiße.
Stellt sich heraus, dass für die drei gerade mal ein Tag vergangen ist.
Jep, Quantenmischmasch.
Ein lustiges Plätzchen ist das hier..
Mach die Luke auf und sag Bonnies Leuten, es gibt Arbeit.
Sonja soll sich bereit machen, den Kern wieder zu installieren.
Bereitet die Quarantäne vor.
So ihr lieben, rein mit euch, macht es euch bequem. Genießt die aufbereitete Luft, es ist die einzige die wir haben.
24 Stunden müsst ihr es noch miteinander aushalten.
Als kleine Entschädigung bringe ich euch gleich noch eine Flasche Wodka vorbei.
Das hat ja auch eine desinfizierende Wirkung, nicht wahr.
Nein, nur eine, wir müssen unsere Vorräte im Auge behalten, ganz egal wie gut es uns geht.
Ihr werdet schon sehen was ich damit meine.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Im Ring des Grauens: Steine schmeißen

Wartet doch mal eben.
Ich will was überprüfen.
Freu dich doch einfach, dass du mal eben Pause hast Mikel, anstatt dich zu beschweren.
Dieser Wurm stinkt fürchterlich.
Ja, ich kann hier riechen.
Das wird daran liegen, dass ich ein Arachnoid bin, was soll die blöde Frage?
Ich werfe einen Stein in die Luft, das sollte man doch ziemlich gut sehen können.
Und er verlangsamt seinen Fall mitten im Flug.
Am besten nochmal.
Jetzt beschleunigt er seinen Fall.
Aller guten Dinge sind drei.
Das ist ja lustig, er bleibt stehen.
Hast du sowas schon mal gesehen Robert?
Ella, du bist so ruhig. Du hast so etwas schon mal gesehen oder?
Temporale oder chronale Verzerrungen.
Ungleiche Geschwindigkeiten auf der Quantenebene.
Gepaart mit richtig schönen Schwankungen in der Gravitation.
Und dazu haben wir Quantenprojektionen auf dem Schiff, ganz genau wie ihr sie da oben beobachtet habt.
Was soll das heißen ich soll mich deutlich ausdrücken?
Seid ihr Raumfahrer oder Mäuse?
Das Piepen war jetzt nicht wirklich hilfreich Mikel.
Das was wir Zeit nennen wird um uns herum gerade richtig schön in seine Einzelteile zerlegt.
Mit großer Wahrscheinlichkeit hat das Ding im Maschinenraum was damit zu tun.
Nein ich sage euch nicht was es ist.
Ich will euch doch nicht die Überraschung verderben.
Sonja hat ein Wort dafür.
Genauso wie du ein Wort für diese Verzerrung hast, nicht war Ella?
Temchok. Zeit Schock.
Aus eurem französischen.
Warum denken sich bei euch immer die Franzosen immer die grausamsten Wörter aus?
Schafott, Terror.
Dabei sind das solche netten Leute.
Es ist mir herzlich egal, dass du nicht über diesen Krieg reden willst Ella.
Ich will nicht darüber reden, dass meine Mutter meinen Vater gefressen hat und sich bis heute darüber beschwert, dass ich noch ohne Kinder bin.
Es sind die Frauen bei uns die ausagieren. Merkt euch das endlich mal.
Ich werfe so lange Steine bis ich mir sicher bin, dass ich mit meiner Vermutung richtig liege.
Das wievielte Mal war das jetzt?
Siebzehn, danke Robert.
Das sollte erst einmal reichen.
Hatte einen recht interessanten Ritt nach oben auf dem toten Vieh das uns gerade als Weg dient.
Das elende Tier ist auf einmal exponentiell gewachsen.
Nein, ich erkläre jetzt nicht exponentiell.
Gott wie gut dieses Ding duftet.
Ich fühle mich gerade so, als ob ich auf Diät wäre und an einer mehr als wohl gedeckten Tafel vorbei marschiere.
Und das seit mehr als zwei Stunden.
Für euch waren das dann wohl nur zwei Minuten.
Ich würde ja einen Bissen nehmen, aber ich will nicht in die Quarantäne.
Selbstverständlich kommt ihr in die Quarantäne, was soll diese dämliche Frage?
Ihr werdet schön 24 Stunden warten, bis ihr uns allen wieder auf die Nerven gehen könnt.
Ach so, Robert, wir sind jetzt übrigens mehr ein Kollektiv.
Du weist schon, fünf Monate in den Tiefen von einem Asteroid.
Damit wirst du dich abfinden müssen.
Bitte schlage niemanden zusammen.
Ja Ella du darfst ihn schlagen wenn er austickt.
Ich werde dich zusammen mit Bonnie anfeuern.
Garfield ist gerade ein wenig am verzweifeln.
Er hat die Brücke umgebaut.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Im Ring des Grauens - Kennst du den schon?

Ihr habt euch wirklich über Religion gestritten?
Robert bei deinem Intellekt habe ich ein wenig mehr von dir erwartet.
Ich meine was soll ich sagen. Das Schiff wird seit drei Monaten von Geistern heim gesucht.
Ja Geister oder Quantenprojektionen, je nachdem wie man das nennen will.
Nein ich bin immer noch nicht verrückt, aber danke der Nachfrage.
Hey Robert, kennst du den schon?
Treffen sich ein Rabbi und ein Astrophysiker. Sind der selben Meinung.
Soweit es mich betrifft, sind wir nur ein kleiner Teil eines riesigen Organismus, den wir selber nicht überschauen können.
Sowas wie die Bakterien im Darm zum Beispiel.
Wollen wir jetzt hier einen Debatierklub eröffnen oder den Kern auf dem Wurm zum Schiff tragen?
Ja das meine ich ernst.
Los Kleiner steh auf und pack mit an.
Doch du kannst jetzt mit dem neuen Verband laufen.
Oh Gott, Oh Gott, der Arzt hat nicht etwa ein Wunder vollbracht, sondern einfach nur seine Arbeit getan.
Ist das nicht erstaunlich Ella?
Also Leute auf geht’s. Immer einfach über die Rillen treten. Fast wie eine Treppe.
Eine große weiche Treppe aus festem Eiweiß.
Da kriegt man fast Hunger.
Nein ich habe niemanden umgebracht, wieso fragst du?
Ach so wegen der Geister.
Lustige Sache.
Wir haben da noch eine andere lustige Sache im Maschinenraum.
Die muss ich euch unbedingt zeigen wenn ihr aus der Quarantäne raus seid.
Sonja wollte uns bei der Besprechung nach dem Absturz davon erzählen, aber dann wurden wir von den riesigen Würmern in ihr unterirdisches Kanalsystem runter gebracht.
Es ist mir ziemlich egal ob man dazu Tunnel sagt.
Für mich sind das Kanäle.
Es war ein kleines Stück Arbeit diese Biester zurück zu scheuchen.
Sie versuchen seitdem immer wieder uns anzugreifen.
Wahrscheinlich wegen der Kleinigkeit , die wir uns im Maschinenraum eingefangen haben.
Nein ich sage euch nicht was es ist, es soll eine schöne Überraschung werden.
Dann hatten wir einen Befall von Hirnwürmern, dass war vielleicht anstrengend.
Die Hälfte der Besatzung organisierte sich in einer militanten Religion, die irgend einem Azsumgo huldigte.
In dem Teil des Schiffes den sie für sich besetzt hatten hielten sie irgendwelche Schaukämpfe ab um ihren erbärmlichen Gott Opfer zu bringen.
Es war ein gutes Stück Arbeit Bonnie davon abzuhalten, allen Infizierten die Luft abzudrehen.
Ihr wisst wie sie sein kann.
Wenn jemand ihren Anton bedroht, sollte man wohl besser an das andere Ende des Universums fliehen.
Das ist jetzt wohl unser zuhause.
Ha!
Das Leben kann so geil sein.
Egal, Garfield war fast dabei, ihr zuzustimmen, aber Sonja und meine Wenigkeit konnten den beiden Vernunft beibringen.
Garfield hat ein wenig Fell verloren, aber wir konnten ihm Vernunft beibringen.
Wir können es uns nicht leisten auch nur irgendjemanden zu verlieren.
Nicht hier. Nicht jetzt.
Wir haben das Problem mit einer Änderung der Luftzusammensetzung gelöst oder besser gesagt, ich habe das Problem gelöst.
Elektroschocks und Zink helfen bei fast allen Problemen.
Bin ich eigentlich der einzige, dem auffällt, dass wir immer wieder auf Würmer oder Wurm ähnliche Kreaturen treffen?
Das scheint hier die vorherrschende Lebensform zu sein.
Lustig.
Vielleicht reden die ja irgendwann mit uns.
Das wäre echt lustig.

Dienstag, 25. November 2014

Im Ring des Grauens: Der Arzt fängt an zu erzählen

Er hatte sich sein großes Abenteuer anders vorgestellt.
In keinster Weise hatte er daran gedacht, dass irgendwann sein Kapitän vor ihm auf die Knie fallen würde um einfach nur zu lachen.
Noch weniger hatte er damit gerechnet, dass sein Schiff auf einem sehr sonderbaren Asteroiden in einen Abgrund gerissen wird.
Am allerwenigsten hatte er erwartet, dass aus dem selben Abgrund der Schiffsarzt auf einem riesigen Wurm angeritten kommt.
Er hatte diese riesige Spinne nie wirklich leiden können.
Auf seinem Heimatplaneten waren Arachnoiden Delikatessen und keine Mediziner die andauernd von ihren unglaublichen Abenteuern im Weltall erzählten.
Mikel empfand es als etwas stöhrend, sich eine Geschichte über denkende Bäume anhören zu müssen, wenn ihm gerade jemand untersuchte, den seine Mutter wahrscheinlich in Butter und Zwiebeln braten würde um ihn dann mit reichlich Gemüse zu servieren.
Am allerschlimmsten war, dass sich diese ach so unglaublichen Geschichten irgendwann wiederholten und anfingen sich zu gleichen.
Krachend fiel der Kopf des riesigen Wurmes neben ihnen auf den steinigen Boden und wirbelte dabei jeden nur möglichen Staub auf.
Jetzt erst konnte er erkennen, dass der redselige Schiffsarzt keinen Raumanzug trug.
Er wusste nicht, was er davon halten sollte.
Mit einem breiten Grinsen, das alle seine 324 Zähne entblößte, stakste Thomas auf seinen sechs Beinen ihnen entgegen.
Dann begann er mit seiner tiefen Stimme an zu reden.
Mikel wusste ziemlich genau was er davon halten sollte.
„Da seid ihr ja. Was meint ihr was ich mir für Sorgen gemacht habe. Wir hatten euch schon aufgegeben.
Ihr könnt gar nicht glauben wie glücklich ich bin euch an einem Stück zu sehen.
Steh auf Robert und hör mit dem Lachen auf, du machst dich ja lächerlich.
Wie oft musstest du ihn nieder prügeln Ella?
Was, nur einmal?
Er hat in den ganzen fünf Monaten nur einmal den Verstand verloren?
Das nenne ich mal eine Leistung.
Ja natürlich habe ich fünf Monate gesagt, es ist erstaunlich dass ihr solange durchgehalten habt, eure Vorräte müssen so gut wie leer sein.
Wie jetzt?
Ihr ward nur 15 Stunden unterwegs?
Wirklich?
Nun dann ist es gar nicht erstaunlich, dass ihr durchgehalten habt.
Ja, fünf Monate und nein ich bin nicht irre, danke der Nachfrage Ella, die kann man in unserem Bereich nicht oft genug stellen.
Nun es wird sicher eine Erklärung für das alles geben, genauso wie für den Jungspund, der da oben auf dem Kern sitzt.
Lass mich mal gucken.
Jetzt zuck doch nicht so, ich habe schon gegessen und für meine Verhältnisse hast du du viel zu wenig Eiweis.
Aha, das scheint ein leichter Bruch am zu sein. Ziemlich schlechter Verband.
Entschuldige bitte, dass ich mir als Arzt eine Meinung erlaube Ella.
Warte ich webe das nur mal kurz ein.
Wer hier was mit seinem Hinterteil macht, ist doch bitte jedem selber überlassen junger Mann.
Was sagst du Robert?
Steine, Projektion und große Würmer?
Jaja, uns war auch nicht gerade langweilig.
Sonja hat sich zweimal gehäutet, ist also wirklich aus der Haut gefahren. Höhöhö.
Mein Humor, meine Regeln.
Eine richtige Schönheit ist sie geworden.

Dienstag, 18. November 2014

Im Ring des Grauens: Die Christen wollen das so

Der Rückweg zum Schiff war verglichen mit dem, was sie in den letzten Stunden erlebt hatten fast erschreckend ereignislos.
Robert hüllte sich in Schweigen.
Sie hätte es ihm vorwerfen können, aber sie selber war auch nicht gerade in der Stimmung entspannte Konversation zu betreiben.
Der einzige der redete und redete und redete war Mikel.
Während sie zusammen mit dem großen Kapitän den Kern hinter sich her zog, saß der kleine junge auf demselben und versuchte der verrückten Umwelt in der er gelandet war einen Sinn zu geben.
Die Wucht des Aufschlags hätte uns pulverisieren müssen.“
Nach allem was uns passiert ist, kommst du mit Logik?“
Sie konnte nicht anders, sie musste ihm irgendwann über den Mund fahren.
Und gerade diese Aussage beinhaltete die Andeutung, dass sie schon längst tot waren und weder im Himmel noch in der Hölle gelandet waren.
Dadurch wären sie im Fegefeuer gefangen und würden gefühlte Ewigkeiten brauchen um endlich irgendwo anzukommen.
Er hat recht.“
Natürlich fiel ihr Robert in den Rücken, wenn es um Weltanschauungen ging.
Darin war er ein verdammter Experte.
Die Idee, dass vielleicht irgend jemand fremdes einen Einfluss auf sein Leben haben könnte, war ihm ein einziger Graus.
Wenn dieser jemand vielleicht keinen ihm bekannten Namen hatte und auch noch ein Universum gestalten könnte, würden dem großen Kapitän ziemlich sicher die Augen ausfallen.
Die Masse die uns getroffen hat, hätte uns schlicht und ergreifend zermatschen müssen.“
Die Frage ist nicht ob es logisch ist, sondern welche Logik angewandt wird.“ wandte sie ein.
Ihre Stimme war ein einzige wohldosierte Atmung.
Da hat uns etwas vom Weg abkommen lassen, egal was und wir haben den Weg wieder zu finden.“
Die Christen wollen das so.“ platzte es aus Robert heraus
Bitte was?“
Es gibt da diesen alten Witz: Ein alter versoffener Hurenbock, der niemals eine Kirche von innen gesehen hat stirbt. Im Jenseits begrüßt ihn der Teufel, komplett mit Hörnern, roter Haut und Pferdefuß, am schönsten Strand den man sich nur vorstellen kann.
Der Teufel zeigt dem versoffenen Hurenbock alles was es an dem Strand gibt. Wo man die Frauen und Männer findet, wo es die Drogen gab und wo man alle möglichen Spiele spielen konnte, wenn man wollte. Schließlich kommen sie an einem tiefen schwarzen Loch vorbei aus dem Schreie ertönen und Flammen kommen.
Der Verstorbene fragt darauf den Teufel was es damit auf sich hat.
Darauf zuckt der Gehörnte nur mit den Schultern und meint: 'Die Christen wollen das so'“
Fick dich Bertel.“
Ihr ganzer Schlagabtausch diente am Ende nur einem verzweifelten Zweck.
Das Schiff antwortete nicht.
Kein Garfield, der ihre Streitigkeiten mit einem kurzen Kommentar beendete.
Nur statisches Rauschen.
Immer weiter näherten sie sich der Absturzstelle.
Von weiten hätten sie schon längst die Umrisse des Schiff sehen sollen.
Aber da waren keine Umrisse.
Das Schiff war nicht da.
Dort wo BIB 59 hätte sein sollen, war ein nicht enden wollender Krater, der nichts als Dunkelheit zu bieten hatte.
Lachend sank Robert am Rand des Kraters zu Boden.
Mikel schwieg.
Sie konnte nur in den Abgrund starren.
Für einen kurzen Moment war alles still.
So als ob sich ein Vakuum bildete, nur um darauf wieder gefüllt zu werden
Dann begann der Boden zu vibrieren.
Der kleine Junge auf dem Kern war nur noch eine leblose Puppe.
Robert lachte und lachte und lachte.
Sie sah in den Abgrund und sah, dass sich da etwas näherte.
Es war ein riesiger weißer Wurm mit einer Spinne auf dem Kopf.
Das einzige was sie konnte war lächeln.
Und die Spinne auf dem Kopf des Wurms blickte ihr entgegen und lächelte zurück.

Dienstag, 11. November 2014

Im Ring des Grauens: Der kleine und der große Junge

Leichtfüßig sprang sie zu ihrem großen Kapitän in den Krater.
Eigentlich hatte es ihr immer Spaß gemacht die geringe Gravitation auszunutzen.
Aber da kam anscheinend ein neues Problem auf sie zu und das ballte sich gerade mit allen anderen Problemen auf ihrem Rücken.
Der Junge wird nicht laufen können.“
Und?“
Robert stand wie fest gemeißelt vor dem Kern und drückte immer wieder die selben Knöpfe.
Es war immer wieder dieselbe Reihenfolge: Scanner in der Hand justieren, Anzeige am Kern überprüfen, Sicherheit des Kerns feststellen.
Na, denk mal nach.“
Robert justierte den Scanner in seiner Hand, um darauf die Anzeige am Kern zu überprüfen und abschließend stellte er die Sicherheit fest um dann den Scanner in seiner Hand zu justieren.
Fast konnte sie sein verkniffenes Gesicht, durch das undurchlässige Visier seines Helms sehen, mit dem er darüber nachdachte, wie er am besten in dieser verfahrenen und aussichtslosen Situation agieren sollte.
Schließlich war er der Kapitän.
Ein kleiner Junge, gefangen in seiner Rolle und seinem Raumanzug in den weitesten Ausläufern von Gottes Schöpfung.
Dort wo noch nie ein Mensch gewesen war, abgeschnitten von jeder Zivilisation.
Eigentlich war er genau da wo er immer sein wollte.
Oft genug hatte er ihr davon abends vorgeschwärmt.
Und jetzt wusste er, wie es sich anfühlte an einem Ort, der im wahrsten Sinne des Wortes gottverlassen und gottverdammt war.
Aber wenn er der Kapitän war, dann war sie sein erster Offizier.
Garfield mochte irgendwo sein, nur halt nicht bei ihnen.
Sie hatte sich nicht nur um den verletzten kleinen Jungen zu kümmern, sondern auch den verstörten großen Jungen aufzufangen.
Spanngurte, Kleiner.“
Ihr fiel auf, wie klein der Krater eigentlich war.
Vor gerade mal einer knappen Stunde schien er die ganze Welt einzunehmen.
An den Rändern lagen die toten Überreste der riesigen Ungetümer, die sie abgehalten hatten.
In ihren Augenwinkeln konnte sie sehen wie sich die kleinen Steine unendlich langsam auf die riesigen Fleischstücke zubewegten.
Waren das die Kinder der Monster, die noch nicht ihren Eiern entschlüpft waren und nun um ihre Eltern trauerten?
Oder waren es Aasfresser die nun mit dem Aufräumen anfingen?
Schließlich gab es in Gottes großer Schöpfung nie etwas, das für umsonst da war.
Alles hatte einen Sinn und alles wurde verwertet.
Und da war die verdammte Sicherheit, die sie immer hatte und brauchte.
Vielleicht hatte sogar ihr elender Absturz irgendeinen weiteren Sinn.
Ein Kitzeln machte sich in ihrem Hinterkopf breit.
Sehr wohl, Vorgesetzte.“
Am liebsten hätte sie ihren beiden Begleiten links und rechts einen trockenen Schlag zur Vernunft gegeben.
Aber das war zum einen wegen der Helme nicht möglich und zum anderen war es im Moment nicht förderlich für die Situation.
Nur zu gerne würde sie sich über die schwachen Männer aufregen, aber sie hatte selber einen lustigen kleinen Zusammenbruch nach dem Absturz gehabt.
Kenne deine Schwächen, dann weist du wer du bist.
Jetzt galt es das Pack zusammen zu halten und auf den Weg zu kommen.
Robert, wir justieren jetzt die Spanngurte an dem verdammten Kern. Mikel, freu' dich, du hast einen Sitzplatz für den Rückweg.“
Sie würden einen Weg nach Hause finden.
Und wenn nicht, waren ihr Gott und Teufel eine verdammte Rechtfertigung schuldig.
Sie war sich ziemlich sicher, dass keiner von beiden ihr gerade begegnen wollte,
Also war sie sicher und alle die mit ihr waren.

Dienstag, 4. November 2014

Im Ring des Grauens: Bitte Kommen

Für jedes gelöste Problem entstanden immer wieder mindestens zwei neue Probleme, die ihren Ursprung in der Lösung des vorangegangenen Problems hatten.
Das war eine durch und durch pessimistische Sichtweise, aber sie hatte sich damit abgefunden, diese als realistisch anzusehen.
Die riesigen weißen Würmer waren fort.
Sie hatten diese verdammten Launen der Natur auf ihren Platz verwiesen.
Der Kern war jetzt endlich sicher.
Es blieb die Frage, was sie danach machen würden.
Sie waren im Nichts herunter gekommen.
Aber das würde sich schon regeln.
Der elende Gott hatte sie in seine dreckige Welt gebracht und wenn der verdammte Gott sie in diesen unzivilisierten Teil seiner Schöpfung sandte, dann war das wahrscheinlich Teil seines verdammten Plans.
Anscheinend gehörte es zum großen Plan, dass sich Mikel genau in diesem Moment das verdammte Bein brach.
Deswegen waren sie ja auch zu dritt unterwegs.
Im Notfall brauchte es nur zwei Personen um den Kern zu transportieren und sie waren nur sechs Stunden vom Schiff entfernt.
Robert kniete bereits neben dem armen kleinen Kerl und stellte sinnlose Fragen.
Kannst du atmen?“
Würde ich sonst schreien?“
Ist dein Anzug beschädigt?“
Mein Gott Bertel, halt die Futterluke still und schau dir den technischen Scheiß an.“
Von der Stimme her wirkte sie weitaus entspannter, als sie sich fühlte.
Nichts wäre jetzt unpassender, wenn die Anspannung von ihr abfallen würde.
Falsche Sicherheit war Nahrung für die Wand.
Robert schaute mit seinem gesichtslosen Visier in ihre Richtung und brabbelte etwas unverständliches in sein Mikrofon.
Mit großer Wahrscheinlichkeit war es eine an sie gerichtete Beleidigung, die ihren Geisteszustand betraf.
Er konnte es auf den Tod nicht ausstehen, wenn sie ihm in aller Öffentlichkeit Spitznamen gab.
Sie genoss seinen Frust in geübten Zügen, während der große Kapitän mürrisch in den Krater hinunter stapfte um den Kern zu überprüfen.
Automatisch hatte sie den Erste Hilfe Kasten von ihrem Rücken herunter gepflückt und machte sich daran das Bein zu schienen.
Bertel?“
Klappe, Untergebener.“
Jawohl, Vorgesetzte.“
Fühlst du Blut?“
Nein, Vorgesetzte.“
Der arme Kleine hatte anscheinend nur einen milden Schock davon getragen.
Glück im Unglück trug dazu bei, dass sein Anzug wirklich nicht beschädigt war.
Wenn nichts unvorhergesehenes geschah, würde er das Schiff ohne weitere Probleme erreichen und dann könnte sich Thomas seiner annehmen.
Theoretisch war das größte Problem, dass sie keine Gehhilfe für ihn hatte.
Dieser verlassene Asteroid mochte selbstbewusste Steine und riesige Würmer haben, aber jegliche Anzeichen für größere Vegetation wie zum Beispiel Bäume mit Ästen ließ er vermissen.
Auf jeder anderen Mission hätte sie sich mit diesem Gedanken abgefunden, aber nach allem was ihnen bisher begegnet war, hatte sie alles andere als ein gutes Gefühl.
BIB 59, bitte kommen. Haben Kern gefunden. Ist intakt.“
Man konnte Robert seine Erschöpfung in der Stimme anmerken.
Es drängte sich ihr die Frage auf, wann er das letzte Mal geschlafen hatte.
Hatte irgendjemand seinen Schichtplan überprüft?
Hatte der sonst so korrekte Garfield etwa geschlampt?
BIB 59, bitte kommen. Haben Kern gefunden. Ist intakt.“
Das Schiff war knappe sechs Stunden Marsch von ihnen entfernt.
Wahrscheinlich sogar weniger, wenn man die Störungen auf dem Weg berücksichtigte.
Theoretisch waren sie ohne weiteres im Empfangsbereich.
BIB 59, bitte kommen. Haben Kern gefunden. Ist intakt.“

Dienstag, 28. Oktober 2014

Im Ring des Grauens: Verfickte Dreckscheiße

Sie hatte vergessen, wie sehr sie es hasste, wenn ihr großer Kapitän schwieg.
Robert hatte doch gefälligst zu reden wie ein Wasserfall und all seine Erkenntnisse der Umwelt mitzuteilen, ob diese es wollte oder nicht.
Sie hatte diese Wand aus Worten oft genug über sich ergehen lassen müssen.
Sei es auf der Brücke von dem Schiff, dass alle anderen aus irgendwelchen gründen neckisch „Anton“ nannten oder bei den ermüdenden Besprechungen mit all den Kreaturen, die dafür sorgten, dass „Anton“ funktionierte oder spät abends im Bett, nachdem sie beide ihren Schweiß mischten.
Robert Lampe war immer ein Quell aus Worten.
Aus diesem Grund verbrachte er nur zu gerne die Abende mit der aufgeblasenen Spinne Thomas, der ebenfalls nur aus Worten zu bestehen schien.
Je länger die beiden mit einander Zeit miteinander verbrachten, desto unglaublicher wurden ihre Geschichten.
Menschenfressendes Gras war da nur der Anfang.
Nur jetzt nicht.
Jetzt blieb der große Kapitän Robert Lampe stumm wie die unendliche Weite des Alls.
Das war kein gutes Zeichen.
Und sie war sich ziemlich sicher, dass es eher weniger mit den riesigen Würsten zu tun hatte, die sie gerade attackierten.
Auf den ersten Blick schienen die elenden Drecksviecher von allen Seiten zu kommen.
Aber nach ein zwei geübten Schüssen kristallisierte sich ein recht übersichtliches System heraus.
Die unförmigen Biester wollten einfach nur ihr Fressen haben.
Für ihr Fressen kamen sie aus ihren Löchern hervor.
Das alles war einfach nur eine andere Form von Ameisenjagd.
In der Mitte war der Obstbaum und das Ungeziefer musste davon abgehalten werden, ihn zu erreichen.
Wenn es dabei starb, war das nur in Ordnung.
Ohne es zu wollen fragte sie sich, wie sie hier her gekommen war.
Vor langer, langer Zeit hatte sie einen echten Obstbaum und kümmerte sich um Insekten, die kleiner waren als sie.
Der Obstbaum stand in der Nähe von einem Hafen und jeden Tag kamen und gingen die Raumfahrer.
Dieses dreckige, kräftige und verlangende Pack, dass ihr verdammtes Herz eroberte.
Diese unverantwortlichen, selbstverliebten und ziellosen Verlierer, zu denen ihr Vater gehörte.
Diese fordernden, hungrigen und trotzigen Menschen, zu denen sie nun selber gehörte.
Automatisch markierte sie mit ihrer Waffe ihr Revier.
Die riesigen Insekten würden ihren Zucker nicht bekommen.
Sie war eine einzige Ansammlung von Muskeln, die nur noch auf Reize reagierte.
„Ich denke das reicht.“
Roberts Stimme war so elendig leblos.
All seine Begeisterung und Energie war irgendwo, nur nicht hier..
Er war ganz und gar Kapitän und nicht er selbst.
Sie fragte sich, wie lange er das durchhalten konnte.
Bei der Frage hatte sie alles andere als ein gutes Gefühl.
Doch jetzt war nur noch eines wichtig.
Der Kern war sicher.
Der verdammte Kern war endlich geborgen.
Nach der ganzen verfickten Drecksscheiße, die sich durchgemacht hatten, waren sie endlich an ihrem gottverdammten Scheißziel angekommen.
Sie hatte keine Lust auf die Zeitmessung zu schauen, aber sie tat es automatisch.
Alles in allem hatten sie ganze sechs Stunden gebraucht um ihr Ziel zu erreichen.
Genau wie es der kleine Mikel gesagt hatte.
Dann hörte sie den kleinen Mikel fluchen.
Das war kein gutes Zeichen.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Im Ring des Grauens: Das Kleine im Großen

Im Grunde genommen war alles eine Ansammlung der immer selben Muster in unterschiedlichen Größen.
Diese Muster bildeten in ihren unterschiedlichen Kombinationen immer wieder Ökosysteme, die natürlich mannigfaltig waren, aber sich eben doch wiederholten.
Wasser war für sich genommen ein eigenes Ökosystem, genau wie der Sand auf den es am Strand traf und mit dem es zusammen eben wieder ein neues System bildete.
Der Raum, der die Planeten und Sterne umgab, mochte luftleer sein, aber statt dessen gab es darin etwas anderes.
Andere Teilchen und Stückchen, die die Grundlage für etwas anderes formten.
Aber auch diese anderen Dinge gehorchten den selben Gesetzmäßigkeiten.
Erst kam der Kreis, dann kam der Klumpen, dann kam das Netz, dann die Formationen und irgendwann kam das Ökosystem.
Alles zusammen dehnte sich auf dieser Gesetzmäßigkeit immer weiter aus und formte so immer größere Dimensionen, die man auf den unteren Stufen nur noch ansatzweise erfassen konnte.
Verstand eine Amöbe eine Ameise?
Oder ergab für die Ameise eine für sie riesige Taube irgendeinen Sinn?
Wusste die Taube etwas mit dem Menschen anzufangen?
Das alles basierte auf den selben grundlegenden Mustern, aber alles nahm immer wieder neue größere Formen an, die miteinander nur am Rande etwas zu tun hatten.
Nun verteidigte er den Kern seines Schiffs auf einem verlassenen Asteroiden gegen riesige Würmer
Er hatte keine Ahnung, warum diese Viecher existierten und im Grunde war es ihm egal.
Sie wollten beide dasselbe und sie standen sich dabei gegenseitig im Weg.
Wer gerade das größere System darstellte, war allen Beteiligten mit ziemlicher Sicherheit relativ egal.
Aus den äußeren Kolonien hatte er mal Geschichten über riesige Motten gehört, die Außmase von Adlern hatte.
Es handelte sich dabei um sogenannte Energiesucher, was bedeutete, dass sie sich die Objekte suchten, die die meiste Energie abgaben.
Raumschiffe zum Beispiel oder halt Siedlungen, die sich unter Kuppeln befanden, da die Umgebung noch nicht geformt war.
Äußerst hartnäckige Biester laut den Erzählungen, besonders wenn sie im Schwarm attackierten.
Also eigentlich immer.
Direkte Todesopfer forderten sie eher selten.
Die indirekten waren dafür häufig umso drastischer, da es nach den meisten Attacken nur noch genügend Energie für einen letzten Notruf gab.
Anscheinend handelte es sich bei den angreifenden Würmern um eine verwandte Spezies.
Immer versuchten sie sich dem Kern in seinem Krater zu nähern, wurden jedoch immer wieder durch gezielte Schüsse abgewehrt.
Er fragte sich warum sie nicht einfach ein eine größere Vertiefung schufen um das Ziel ihrer Begierde in ihr unterirdisches Reich zu schaffen, bis ihm einfiel, dass der sowieso schon harte Untergrund durch die Wucht und die Hitze des Einschlags sehr wahrscheinlich weiter verfestigst wurde.
Kurz überlegte er ob es sich bei den sich bewegenden Steinen um die Eier ihrer Angreifer handelte.
In einem gewissen Sinn würde es logisch erklingen.
Die Halluzination von vorhin würde sich mit Sekreten erklären lassen, welche von den Würmern hinterlassen wurden und die nicht von ihren Raumanzügen abgehalten wurden.
Bei seinem Glück war er einfach in Wurmscheiße getreten und hatte somit die volle Dröhnung abbekommen.
Aber das alles war im Grunde egal.
Das einzige was zählte war der Kern und dass sie ihn sicher zurück zum Schiff brachten.

Dienstag, 14. Oktober 2014

Im Ring des Grauens: Soll doch der Teufel kommen.

Aufstellung!“
Sein Automatismus hatte die Vorherrschaft übernommen.eine unglaubliche Ruhe breitete sich in ihm aus, als er zu der Erkenntnis kam, dass er sich auf seine Instinkte verlassen konnte.
Selbst wenn sich nun der Boden öffnen würde und der leibhaftige Teufel emporgestiegen kam um ihm ins Gesicht zu fauchen, dass Ella recht gehabt hatte und er nicht und es Himmel und Hölle doch gab und sie schon längst alle, beim Einschlag gestorben waren und nun für ihr sündiges Leben in die Tiefen der ewigen Verdammnis gerissen wurden, es würde ihn nicht schockieren.
Dann würde er dem Teufel halt die Hörner mit ein paar gezielten Schüssen markieren.
Um den Krater herum stellten sie sich in einer gleichmäßigen Dreiecksformation auf.
Nach all dem gottverdammten Scheiß hatte er keine Lust mehr sich von irgendwem oder irgendwas den Heimweg vermiesen zu lassen.
Irgendetwas war am kommen.
Nach den Jurathiel, dem Absturz, der Projektion und den Steinen kam da etwas neues zu.
Das war der perfekte Moment für Robus Lamperia!
Alles war wie immer, nur schlimmer.
Sein hysterischer Geist verstieg sich in panische Phantasien, während sein ruhiger Körper mittels seinen Stimmbändern das einzig nötige Signal ausstieß.
A!“
B!“ folgte Ellas Stimme der seinen sofort.
Sie stand schräg rechts neben ihm, knapp zehn Meter Luftlinie entfernt und hatte ihre Waffe im Anschlag.
C!“
Mikel stand zu seiner linken, in der selben Entfernung und hielt sich an seiner Waffe so gut es ging fest.
Es war die Grundkonstellation.
Wenn es keine Himmelsrichtungen mehr gab, musste man halt selber einspringen und sich mit Buchstaben weiterhelfen.
Waffenkontrolle!“
Automatisch überprüften alle drei, Magazin, Mündung und Auslöser der gezückten Waffen.
Drei mal hallte das Wort Check durch die Kanäle
Hast du eine Ahnung?“
Er nahm Ellas Stimme am Rande war, während die Vibrationen im Boden mehr und mehr anschwollen.
Gleichzeitig bemerkte er, wie Mikel an seiner Waffe verkrampfte.
Das war kein gutes Zeichen.
Ich habe gar keine Ahnung“
Wenn er sich selber bewerten müsste, dann klang er in seinen eigenen Ohren leicht genervt.
Grund genug hatte er ja dafür.
Heimlich, still und leise lobte er sich und seine beiden Begleiter dafür, dass noch niemand versucht hatte jemanden ernsthaft umzubringen oder zu versklaven.
Es gab genügend andere Raumfahrer, die schon längst ihr zitterndes Nervenkostüm abgeworfen hätten.
Seine Gedanken wanderten zurück zu ihrem Schiff, dass auf sie und den Kern wartete.
Sie konnten nur darauf hoffen, dass sich dort auch alle zusammen nahmen und nicht irgendjemand irgendeine verdammte Scheiße abzog.
Das letzte was sie brauchten war irgendeine Meuterei, weil jemand glaubte, dass er sich von der Sternen dazu berufen fühlte eine göttliche Mission zu erfüllen.
Mochte der Teufel doch mit all seinen Grauen kommen, doch Propheten konnten ihm gestohlen bleiben.
Na, wenn das kein gutes Zeichen ist“
Er meinte in der Stimme von Mikel, die bis jetzt immer kindlich naiv klang, einen Anflug von Sarkasmus mitschwingen zu hören.
Vielleicht gab es ja doch noch Hoffnung.
Beständig nahmen die Vibrationen im Boden zu.
Er versuchte auszumachen, ob sich das was kam aus dem Erdinneren seinen Weg zu ihnen bahnte oder ob sie von den Seiten kamen.
Aber dafür waren die Schwingungen schon zu stark.
Das was kam, war schon viel zu nah um seinen Ursprung zu verorten.
Alle kleinen Steine waren schon längst fort und ihre Spuren waren von den Vibrationen und dem Wind zerstoben worden.
Er hatte eine Vermutung darüber was es sein konnte.
Es gab da die eine oder andere Geschichte, die ihm von den äußeren Kolonien erzählt wurde.
Dann brachen die Würmer aus dem Boden.

Dienstag, 2. September 2014

Im Ring des Grauens: Ein Ziel erreicht

„Da ist ja das verdammte Dreckvieh!“
Sie hatten endlich den Kern gefunden und Ella ließ ihrer Erleichterung freien Lauf.
Gut platziert, lag er in seinem Schutzmantel in dem zu erwartenden Krater.
Er hatte keine Ahnung mehr wie lange sie unterwegs gewesen waren.
Für seinen Verlust des Zeitgefühls konnte er verschiedene Dinge verantwortlich machen.
Mikels endloses Gequatsche und seine nervösen Witze, die bei einer abendlichen Runde in einem warmen Raum mit vier Wänden wahrscheinlich der Brüller gewesen wären, waren ein guter Grund
Ellas andauerndes entnervtes Fluchen konnten auch als Grund herhalten.
Denn wenn Ella etwas konnte, dann war das fluchen und wenn sie etwas bis aufs Mark nervte, dann waren das andauernde Witze die nicht zur Situation passten.
Er kannte ihre Abneigung dagegen aus ihren gemeinsamen Nächten, wo er selber vor und nach der Gymnastik auf der Matratze immer wieder Sprüche riss, die in keinster Weise witzig fand.
Wahrscheinlich stieg er deswegen fast schon lakonisch auf Mikels schlechte Witze ein.
Das musste Ella an den Rand der Weißglut bringen.
Aber Mikel war dieser kleine junge Mann, der andauernd redete und immer wieder Wodka anbot, war der Jüngste im Bunde.
Sie konnten nicht riskieren, dass er vollkommen den Halt verlor und der Raumfahrerkrankheit erlag.
Ella war sich dessen bewusst und ließ es über sich ergehen.
Humor und Fluchen waren nichts anderes als unterschiedliche Strategien um mit Stress umzugehen.
Und die Situation in der sie waren, war eine vollkommen neue Art von Stress für sie alle.
Wahrscheinlich würde sie ihm den Marsch blasen wenn sie zurück auf dem Schiff waren und dann würden sie sich gegenseitig blasen.
Wenn sie zurück kommen würden.
Wenn.
Die sphärische Quantenprojektion die sie mit erleben durften, war auch ein guter Grund für den Verlust des Zeitgefühls.
Wissenschaftsoffiziere kürzten dieses Phänomen gerne mit SQP ab.
Im Raumfahrerjargon wurde so etwas einfach als Weltraumgeister bezeichnet.
Eine genaue Erklärung hatte dafür keiner.
Es hatte etwas mit Quantensignalen zu tun, die sich bei genügend Energie durch die Raumzeitkrümmung projizierten.
Er hatte das Bewusstsein verloren und konnte sich an nichts erinnern.
Nur an weißes Licht und diesen ekligen hohen Ton. Er bildete sich ein, dass da noch irgendwo eine Stimme zu hören war, aber er war sich nicht sicher.
Wahrscheinlich hatte Mikel irgend etwas geschrien, der arme Kerl hatte das meiste mitbekommen.
Gerade deswegen hatten sie auf ihn aufzupassen.
Die sich von selbst bewegenden Steine waren auch ein guter Grund um jemanden aus dem Konzept zu bringen.
Seit der Projektion bewegten sie sich immer häufiger.
Wahrscheinlich hatten sie sich schon die ganze Zeit bewegt, es war ihnen nur wegen des Wind und des Sandes nicht aufgefallen.
Immer wieder bemerkte er eine kleine Bewegung hier und ein kleines Schleichen dort, das mit seinen neuen Erkenntnissen nicht mit den Bewegungen des Windes in Einklang zu bringen war.
Wären sie nicht abgestürzt, wäre es ihm wahrscheinlich schon früher aufgefallen.
Das alles zusammen mit ein fliegenden riesigen Schlangen war ein sehr guter Grund, jegliches Gefühl für Zeit und Raum zu verlieren.
Aber die Ursache lag woanders und war viel grundlegnder.
Und egal wie oft er auf die kleine digitale Anzeige auf der Innenseite seines Helms blickte, die Zeit hatte jede Bedeutung verloren.
Der Grund dafür hieß Lampuria.
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