Freitag, 21. Januar 2011

Launing Kapitel 2/4

„Das hier ist ein Dorf, keine Kleinstadt, ein gottverdammtes Dorf. Die Jugend hier ist eine Dorfjugend. Schau sie dir doch an, diese kleinen Jungs mit ihren Käppis die einen auf Gangster machen. Jeder kennt hier jeden, es ist der reinste Inzest. Wenn du mir nicht glaubst, dann warte bis du deinen zweiten Freund hast und merkst wie der mit deinem ersten in Verbindung steht, oder noch schlimmer mit Maxi. Mach dich hier bloß vom Acker wenn du mit der Schule fertig bist. Sonst versauerst du hier noch als die Friseuse vom Dienst.“
Es war lustig gewesen Paul von der Jugend reden zu hören obwohl er selbst noch keinen richtigen Bartwuchs hatte, worauf man ihn gut ansprechen konnte wenn man ihn ärgern wollte.
Lydia kam mit zwei Flaschen Bier zurück. Warum trank sie überhaupt diese verdorbene Suppe? Weil es alle taten, weil es dazu gehörte. Bei der nächsten Familienfeier würde sie sich hartnäckig an süßen Wein halten. Entgegen den Prophezeiungen ihrer Verwandten bekam sie davon keine Kopfschmerzen und es schmeckte ihr um einiges besser als dieses ganze saure und bittere. Ihr Onkel, der Koch, beharrte jedoch auf der Meinung dass sich das ändern würde, da die Geschmacksknospen mit zunehmendem Alter immer mehr abstumpften und nur diejenigen für den bitteren Geschmack am hartnäckigsten waren. Ob das stimmte war eine Frage für sich, aber Gefallen fand sie daran nicht wirklich.
Beim Bier hielt sie sich an den Ratschlag ihres Großvaters, langsam ansetzen, langsam absetzen, sonst hatte man die Brühe im Gesicht und auf den Sachen. Gleichzeitig war es eine Kontrolle den Alkohol nicht zu schnell hinter zu kippen und nicht besoffen zu werden. Es kam halt auf die richtige Erziehung an, auch wenn ihre Eltern nicht gerade darüber begeistert waren, dass ihre Eltern den Enkelkindern Tipps in Sachen Alkohol gaben.
Gerade als sie sich mit Lydia, die nichts dagegen hatte Didi genannt zu werden, darüber unterhielt wie affig doch der eine typ aussah, kam Roberta wieder angebraust und stellte sich offensiv mit dem Rücken zu der Menge.
Es war nicht mehr zum aushalten. Fünf Jahre waren genug. Sie tauschte mit Didi kurz Blicke aus und fing an der unglücklich Verliebten klaren Wein einzuschenken: „So Berta, du gehst jetzt zu ihm, lächelst ihn an und dann sagst du: „Hey ich habe mein Geld zu Hause vergessen, gibst du mir ein Bier aus?“ Wenn er das macht sprichst du ihn auf seinen Scheiß mit der Eisenbahn an. Klar?“
Vollkommen verdattert starrte sie die Angesprochene an.
„Und wenn du das jetzt nicht durchziehst, hör auf uns die Ohren voll zu heulen“, schob Lydia hinterher.
Als sei sie eine mechanische Puppe drehte sich Roberta um und begab sich in die Richtung ihres Herzblattes. Damit war der Seifenopernabschnitt erst einmal erledigt und die verbliebenen zwei prosteten sich zu um sich dann zu einer freien Couch zu begeben. Das hielt nicht lange an, denn Didi war zum tanzen hier, sie selber blieb lieber noch sitzen und betrachtete etwas genüsslich das ganze Theater, das sich hier abspielte.
Irgendwann fiel ihr der Typ auf der in ihre Richtung starrte. Das hatte gerade noch gefehlt.
Schlecht sah er nicht aus. Gesehen hatte sie ihn noch nie, wahrscheinlich kam er von irgendeinem abgelegenen Nachbardorf. Er war auch ungefähr in ihrem Alter, was definitiv angenehmer war als irgendjemand, der älter als ihr großer Bruder war.
Ohne sich mit irgendwelchen Höflichkeiten aufzuhalten setzte er sich neben ihr, hielt dabei einen angemessenen Körperabstand, der es ihm aber trotzdem erlaubte sich lässig in ihre Richtung zu lehnen und fing an über die Leute auf der Tanzfläche herzuziehen.
Diese Kombination aus Unverfrorenheit und einem Humor der den ihrem gleichkam ließ sofort Sympathie für diesen unbekannten Spinner entstehen.
Schließlich sagte er, „Das ist aber ziemlich laut und verraucht hier, wollen wir nicht lieber an die frische Luft gehen?“
Er strahlte eine seltene Aufmerksamkeit aus, die sie regelrecht verzauberte. Etwas Fremdartiges hatte sich in ihrem Gesicht eingenistet. Sie hatte so etwas schon bei anderen Mädels gesehen, es war ein Lächeln, das sie sonst als albern mädchenhaft  bezeichnen würde.
Ohne weitere Anstalten zu machen ging sie mit ihm auf den Hinterhof. Als sich die Tür hinter ihr mit einem mechanischen Klacken schloss griff er ihre Hand und zog sie an sich. Warm und willkommen berührten sich ihre Körper.

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Launing
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Samstag, 15. Januar 2011

Interview Tanzen

 
Ewa und Quang geben zusammen Tanzkurse in der Musik und Tanzschule Mona Liese am Mandrellaplatz.
Das war ja wohl das verpeilteste Interview was ich je geführt habe. Nachdem ich mir extra neue Batterien am Reisepoint gekauft hatte , gaben alle vier nacheinander den Geist auf.

D.H.: Wie seid ihr zum Tanzen gekommen.
Ewa: Als ich klein war, war ich ein richtiges kleines Mädchen, ich wollte ein Tütü tragen und Ballerina werden. Deswegen habe ich angefangen Ballet zu tanzen, das habe ich dann fünf bis sechs Jahre gemacht und habe dann gemerkt, dass ist doch nicht mein Ding. Dann habe ich ein paar Kurse gemacht, unteranderem auch Jazz- Dance, durch Zufall bin ich dann in einen Tanzclub gegangen und habe dann mit Latein angefangen.
Quang: Ich hatte vorher mit Tanzen überhaupt nichts am Hut, weder mit Ballet, noch mit Street- Dance, bis ein Freund von mir mich in einen Tanzclub geschleppt hat und da wurde Lateinamerikanisch getanzt. Zu der Zeit war Ewa auch schon dort, und ich kannte sie von der Schule. Da haben wir dann das Gruppentraining mitgemacht und das hat mir dann gefallen und so bin ich dann nach und nach zum Turniertanzen gekommen. Ich habe vorher auch kein Sport gemacht, das Tanzen war das erste, was mir gefallen hat und wo ich auch ganz gut drin war.
D.H.: Ihr habt ja schon ein paar Titel gewonnen. Was für Titel sind das und wie baut sich das Turniertanzen auf.
Q.: Es gibt beim Tanzen verschiedene Ligen...
E.:... ähnlich wie beim Fußball.
Q.: Und beim Tanzen heißt es D, C, B, A, S.
E.: S- Klasse ist wie beim Auto, das Beste.
Q.: Und in der D und in der C Klasse in Berlin, also für die beiden Anfänger- Klassen, war ich dann Berliner Meister. In der B- Klasse war ich dann nicht mehr so erfolgreich, weil der Druck steigt und man halt mehr trainieren muss. In der A- Klasse habe ich dann aufgehört. Ich hatte nicht mehr so viel Motivation und habe keinen Sinn mehr darin gesehen. Klar, wenn man erfolgreich ist, dann macht es auch Spaß. Aber nach dem ganzen trainieren, bekomme ich dann einen Pokal, den stelle ich dan in ein Regal, da verstaubt er und das war es.
Tanzen kann ich ja immer noch, das ist nicht gestorben, nur Turniere muss ich nicht mehr machen.
E.: Bei mir war es ähnlich. Ich hab Berliner Meisterschaften gewonnen, eher in den unteren Klassen. Dann bin ich in die B- Klasse gekommen, habe da so gut wie kein Turnier getanzt. Dadurch das mein Partner besser war, bin ich gleich in die A- Klasse gekommen, da habe ich dann auch nicht so viele Turniere getanzt, weil das mit dem Partner nicht so gut geklappt hat. Momentan bin ich noch auf Partnersuche.
D.H.: Wie seid ihr Tanzlehrer geworden?
E.: Das war eher Zufall. Die Leiterin dieser Tanzschule ist früher Musiklehrerin bei uns an der Schule gewesen. Dann gab es noch einen Lehrer, der hat immer eine Tanz AG gemacht. Sie hat dann eine Musik- und Tanzschule gegründet und er hat sich dann mit dem Tanzen beschäftigt. Ich habe hier als seine Assistentin angefangen. Dadurch habe ich immer mehr Erfahrung gesammelt und bin dadurch auch Tanzlehrerin geworden.
Q.: Bei mir war es ähnlich, wir waren ja auf der selben Schule. Die Leiterin war damals unsere Lehrerin und wusste dass wir tanzen. Ich bin nicht von Anfang an dabei, sie hatte mich zwar schon vorher gefragt, nur hatte ich da noch kein Interesse.
D.H.: Quang, du hast mir mal was von Oberflächlichkeit und Bräunungscreme im Tanzsport erzählt.
Q.: In dem Sport geht ja um Ästhetik, also machen die sich schon ein bisschen her. Aber ich habe ja mehr über die Leute geredet. Man lernt sich auf den Turnieren halt nicht richtig kennen und manchmal kommen einem die Leute falsch vor. Aber ich denke das ist in jedem Sport so, dass viel geredet wird und es Klatsch und Tratsch gibt. Das ist mir halt negativ aufgefallen und ich habe mit vielen Leuten aus diesem Sport nichts zu tun gehabt.
E.: Man kann auch sagen, dass viele dieser Tanzclubs nicht wirklich verfeindet sind, sondern eher aufeinander schlecht zu sprechen sind. Erst recht auf einzelne Personen, die den Club gewechselt hat. Die Wertungsrichter gehören zu einzelnen Club's und wenn da einer den anderen nicht leiden kann, dann kann er ihn halt mit Absicht schlecht bewerten.
Q.: Die Wertungsrichter sind selber Trainer in anderen Tanzclubs. Es herrscht da also eine eigene Politik mit Beziehungen und Sympathien. Ih glaube das wird erst richtig krass in den höheren Rängen. In den niedrigeren spielt das noch nicht so eine Rolle.
D.H.: Seid ihr von Tanzfilmen abhängig?
E.:Wenn man ein bisschen Ahnung hat und sich solche Filme anguckt, dann ist man nicht so verzaubert wie jemand der nicht so viel Ahnung hat. Man sieht dann halt viele Fehler und dass etwas eingebaut wurde, weil es optisch gut aussieht und technisch nicht wirklich richtig. „Dirty Dancing“ kann ich mir trotzdem immer wieder angucken.
Q.: Ich gucke alle möglichen Filme gerne , mit Tanzfilmen habe ich überhaupt nichts am Hut, weil die Story meistens sehr dünn ist. Einer ist aus gutem Hause, der andere nicht. Der eine kann gut tanzen, der andere nicht. Das ist immer das gleiche, finde ich nicht spannend.
D.H.: Ich meinte jetzt eher ob durch Tanzfilme, Leute zu euch kommen um tanzen zu lernen.
E: Wir hatten mal ein Pärchen, das den Film „Darf ich bitten“ gesehen hat. Oder viele antworten auf die Frage „Habt ihr irgendwelche Wünsche?“ mit Salsa und Mambo, auf der Grundlage der Filme die sie gesehen haben. Und durch solche Sendungen wie „Let's Dance“ wird das Tanzen immer populärer.
Q.: Die Generation heute ist ja ein bisschen anders als früher. Da gibt es viele Videos im Internet oder halt bei MTV. Und ich habe schon von vielen Jugendlichen gehört: „Oh, der Usher tanzt so toll.“ Also gehen die dann in einen Hip- Hop Kurs von irgendeiner Tanzschule. Besser als zuhause rumsitzen.
D.H.: Wie alt sind eure Schüler?
Q.: Man kann wirklich sagen von jung bis alt ist alles dabei.
E.: Wir haben jetzt sogar einen Senioren- Kurs. Der ist ganz toll.
Q.: Ich habe zur Zeit die jüngsten und die Jüngste ist jetzt 11 geworden, aber ich hatte auch mal einen Achtjährigen. Kinder zu unterrichten macht mir wirklich Spaß. Nicht die, die gerade in die Pubertät kommen oder gerade darin sind, die sind immer sehr vorlaut und anstrengend.
D.H.: Gibt es bei den Jugendlichen manchmal Berührungsängste?
E.: Wir machen sowieso mehr Lateintänze wo man nicht so aneinader klebt. Bei den Erwachsenen können wir eher sagen jetzt mal ein bisschen enger aneinander bei den Standardtänzen, weil da öfter Pärchen kommen. Bei den Jugendlichen machen wir mehr die Schritte als die Haltung und das eng tanzen...
Q.: ... weil sie sich da halt ein bisschen zieren. Generell kann man sagen, dass die Jugendlichen offener zum anderen Geschlecht werden.
D.H.: Wie harmonieren denn Männer und Frauen generell beim Tanzen?
E.: Frauen gehen zum Tanzen weil sie es vielleicht gesehen haben und sich auch so bewegen wollen und Spass drann haben. Viele Männer, ich sage nicht alle, aber viele gehen ihrer Frau zuliebe zum Tanzen und haben da vielleicht Vorurteile im Kopf, wie „Tanzen ist schwul“ und sind da nicht so aufgeschlossen wie die Frauen, die vielleicht schon einmal in ihrer Jugend getanzt haben.
Q.: Es gibt Männer die zu Anfang skeptisch sind, aber wenn sie dann selber einen Kurs besuchen, finden sie immer mehr Spass daran.
D.H.: Es gibt ja beim Tanzen die klassische Aufteilung, dass der Mann führt und die Frau ihm sozusagen untergeordnet ist. Wie leicht können sich eure Schüler darauf einstellen.
E.: Darüber könnte man eine Diplomarbeit schreiben. Ich finde das immer wieder spannend. Meist ist es so, dass die Frau führt, weil sie mehr Erfahrung im Tanzen hat und der Mann zu sehr mit seinen Schritten beschäftigt ist. Wir machen auch Übungen zu Führungen und dann merkt mann, dass die Frauen richtig glücklich sind, wenn die Männer sie richtig führen.
Q.: Man unterstützt sich ja gegenseitig. Der Herr gibt sozusagen die Impulse, wann genau etwas passiert. Es kann halt immer nur eine Person führen. Wenn beide führen, kommt man nicht voran und mann hatt das halt auf die Geschlechter aufgeteilt und nicht nach der Körpergröße.
D.H.:Wie toll sind Modetänze wie z.B. Macarena für euch?
E.: Kann man einmal in der Tanzstunde machen wenn es passt, aber sonst nicht.
Q.: Ist halt nicht sehr anspruchsvoll. Ist halt gemacht für die Massen, dass die den Song anlassen und mittanzen. Genauso wie bei Fernsehaerobic. Aber so etwas würden wir hier nicht so gerne unterrichten. Genau genommen sind das auch keine richtigen Tänze, sondern irgendwelche Folgen die sich ein Choreograph ausgedacht hat.
E.: Wir haben Macarena einmal im Kinderkurs angemacht, aber ich würde das auch nicht stundenweise machen. Aber zum Beispiel, der beliebteste Tanz in Deutschland ist zur Zeit Disco- Fox und den machen wir auch, weil der eigentlich zu fast jeder Musik passt und so auf vielen Feiern zu tanzen ist.
D.H.: Wo liegt eigentlich der Unterschied zwischen Standardtänzen und Latein?
E.: Es gibt die fünf Standardtänze, das sind langsamer Walzer, schneller Walzer, Tango, Slow Fox und Quick Step. Die werden in geschlossener Haltung mit enger Körperhaltung und relativ steif getanzt. Oben bewegt man sich kaum und unten machen die Beine sehr viel. Lateintänze sind eher verspielter und in offener Haltung.
Q.: Standard ist da, wo der Herr bei Turnier und Ballveranstaltungen so einen Frack trägt, der über tausend Euro kostet. Die trägt man bei den Turniertänzen ab der A oder S Klasse und soweit sind wir beide nicht gekommen. Wir beide können zwar Standardtänze, sind aber in den Lateintänzen besser.
D.H.: Habt ihr eine ungefähre Ahnung wie sich die Tänze entwickelt haben?
E.: Vieles kommt aus Lateinamerika. Vom Samba sagt man, dass er seinen Ursprung in Afrika hat. Also Volkstänze die rübergeschwappt sind.
D.H.: Konntet ihr schon einmal das Tanzverhalten der Deutschen mit anderen vergleichen?
E.: Wir haben bis jetzt nur in Deutschland unterrichtet. Aber bei einer Reise nach Kuba habe ich gemerkt, dass fast jeder ein paar Grunschritte konnten, ohne in die Tanzschule zu gehen.
Q.: In Tanzcafé's in anderen Ländern, z.B. Italien, da fordern sich auch mal fremde Personen zum tanzen auf, das kann ich mir hier in Deutschland nicht so vorstellen.
D.H.: Wie geht ihr privat tanzen?
E.: Also ich gehe sehr selten tanzen, weil ich die typischen Discos nicht so gerne mag. Es ist total eng und verraucht und irgendwie finde ich dass man da nicht so tanzen kann um des Tanzens wegen. Da gefallen mir schon eher Klubs wie meinetwegen das Havanna, wo man ein bisschen Salsa tanzen kann.
Q.: Ich gehe schon gerne in die Disco, aber auch nicht so oft, weil meine Freunde nicht solche Discogänger sind. Ich finde schon dass man da ordentlich tanzen kann. Ich würde abert nie als vollkommen korrekter Tänzer mit Grundschritt dort auftreten. Es gibt schon Leute, die ordentlich posen, aber dazu gehöre ich nicht.
D.H.: Danke für das Gespräch.

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Montag, 10. Januar 2011

Sommer


DA HÄNG KLOTZ
die ersten anderthalb Jahre

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Samstag, 1. Januar 2011

DENKSPORT-AUFGABEN

1
Ein Bauer steht mit einer Ziege, einem Wolf und einem Kohlkopf an einem Fluss, den er überqueren muss.
Das Boot ist aber sehr klein und kann nur zwei fassen.
Die Ziege darf aber nicht mit dem Wolf alleine bleiben, da der Wolf sie fressen würde. Sie darf aber auch nicht mit dem Kohlkopf alleine bleiben, da sie den Kohl verspeisen würde.
Wie kann der Bauer nun alle wohlbehalten über den Fluss bringen?
3
Peter verbringt oft halbe Nächte damit, im Bett heimlich zu lesen.
Seine Eltern konnten ihn bisher nicht dabei ertappen, da das Licht jedes Mal aus war, wenn sie in Peters Zimmer kamen.
Der Vater hatte eines Abends eine Idee, betrat das dunkle Zimmer und überführte seinen Sohn.
Was machte er?
4
Der kleine Friedel wohnt mit seinen Eltern im 15.Stockwerk eines Hochhauses.
Morgens fährt er bis ins Erdgeschoss mit dem Aufzug,  mittags nach der Schule allerdings verlässt er den Aufzug schon im 12. Stock und läuft die restlichen Treppen nach oben.
Warum fährt er nach der Schule nicht auch bis in den 15. Stock?
5
In einem Schrank liegen zehn weiße und zehn schwarze Socken.
Wie viele Socken musst du im Dunklen maximal heraus holen,  um ein gleichfarbiges Paar zu bekommen?
7
Vor dem Krankenhaus begegnest du zwei Frauen.
Die eine ist klein, dick und rothaarig, die andere groß, dünn und weißhaarig.
Wieso erkennst du dennoch auf dem ersten Blick, das die beiden Schwestern sind?
8
Sieben Jungen sollen sich sieben Äpfel so teilen, das jeder einen erhält, ein Apfel jedoch im Korb bleibt.
Wie ist das möglich?
9
An einem See watschelt eine Ente hinter zweien, eine zwischen zweien und eine vor zweien.
Wie viel Enten watscheln am See?
10
Vier Kinder radeln um die Wette.
Klaus fährt langsamer als Sebastian und Holger, Sebastian fährt langsamer als Holger, aber nicht so langsam wie Matthias.
Wer ist am schnellsten?
11
Du brauchst vier Minuten um vier Eier zu kochen.
Wie viele Minuten benötigst du, um zehn Eier zu kochen?
12
Daniel und Stefan haben 60, - €, die so geteilt werden sollen, das Stefan einen Euro mehr hat als Daniel.
Wie viel Öcken bekommt jeder?
 13
Zwei Väter und zwei Söhne gehen gemeinsam auf die Jagte.
Jeder von ihnen schießt einen Hasen, dennoch schießen sie insgesamt nur drei Hasen.
Wie ist das möglich?
14
Ein Huhn brütet in 22 Tagen 16 Eier aus.
Wie viele Tage benötigt es, um 9 Eier auszubrüten?
15
Klaus, Bernd und Joachim sind Brüder. Gemeinsam wollen sie
einem Fußballverein beitreten.
Der Trainer will wissen, wie alt jeder ist, damit er sehen kann, ob alle drei in der gleichen Mannschaft spielen können. Klaus antwortet: „ Bernd und ich sind zusammen 32 Jahre alt, Bernd und Joachim sind zusammen 28 Jahre alt, und Joachim und ich sind zusammen 30 Jahre alt.
Wie alt ist jeder der drei Brüder?
16
Eine achtstellige Zahl enthält 2 Einsen, 2 Zweien und 2 Vieren.
Die Einsen in dieser Zahl sind durch eine Zahl voneinander ge-
trennt, die Zweien durch zwei Stellen, die Dreien durch drei und
die Vieren durch vier.
Was für eine Zahl ist das?
17
Michael, der einen Tag zuvor ein entliehenes Buch zurückgegeben hat, kommt in die Bücherei und behauptet, er hätte zwischen den Seiten 101 und 102 einen Geldschein als Lesezeichen liegengelassen und möchte den Geldschein zurück haben.
Die Bibliothekarin hat für Michael nur ein Lächeln übrig und schickt ihn nach Hause.
Wieso ist sie so sicher, das Michael zwischen diesen Seiten keinen Geldschein hat liegen lassen?
18
In einer Gaststätte ist ein Glas zu Bruch gegangen. der Gast erklärt dem Wirt, der dreibeinige Tisch, an dem er saß, habe gewackelt und dadurch sei das Glas herunter gefallen.
Wieso weiß der Wirt sofort, das diese Geschichte nicht stimmen kann?
19
Es sieht aus wie eine Katze, hat Haare wie eine Katze, macht „Miau“ wie eine Katze und ist doch keine Katze! Was ist das wohl?
20
Ich habe einen kleinen Rattermann, der rattert was er rattern kann. Am Abend, wenn ich schlafen gehe, ich stets an seinem Bäuchlein drehe. Am morgen hilft er mir dann, das ich niemals verschlafen kann.
21
Höher ist`s als jeder Baum,
Wurzeln hat`s es, die sieht man kaum.
Auch im Licht wächst es nicht.
Was ist das?
22
Kannst es nicht sehen, fühlen,  hören,
kannst es nicht riechen, schmecken, verzehren,
liegt unter Sternen und unterm Gestein.
Kommt zuerst und allezeit,
löscht Leben, Freud und Leid.
Was ist das?
23
Atemlos und ohne Atemnot lebt es kalt doch wie der Tod.
Trinkt, obwohl es Durst nicht spürt.
Trägt einen Panzer, der nicht klirrt.
Was ist das?
24
Keinbein lag auf Einbein,
Zweibein saß auf Dreibein,
Und Vierbein bekam etwas ab.
Was ist das?
25
Etwas, was alles verzehrt,
Helm und Panzer, Axt und Schwert,
Tier, Vogel Blume, Last und Laub,
aus hartem Stein mahl es Staub,
stürzt Könige, verheert die Stadt
macht gerades krumm, wälzt Berge platt.
Was ist das?

LÖSUNGEN

1. Er nimmt zunächst die Ziege mit und sitzt sie am anderem Ufer ab. Dann holt er den Wolf, setzt diesen ab, nimmt aber die Ziege wieder mit zurück. Jetzt holt er den Kohl, so das Wolf und Kohl zurückbleiben. Dann erst kann er wieder die Ziege hohlen.

2. Er fasste die Glühbirne der Leselampe an. Sie war heiß, also hatte Peter gelesen.

3. Friedel war so klein, so das er nur den Knopf des 12.Stocks erreichen konnte.

4. Drei.

5. Es sind Krankenschwestern in ihrer Tracht.

6. Ein Junge erhält seinen Apfel im Korb.

7. Drei.

8. Holger.

9. Ebenfalls vier.

10. Stefan erhält 30,50 DM und Daniel 29,50 DM.

11. Es sind Vater, Großvater und Sohn. Der Vater ist gleichzeitig der Sohn des Großvaters.
12. Ebenfalls 22 Tage.

13.Klaus ist 17, Bern 15 und Joachim 13 Jahre alt.

14. Die Zahl, die diese Bedingungen erfüllt, ist: 41312432. Erfüllt wird diese Bedingung natürlich auch dann, wenn man die Zahl umgekehrt schreibt: 23421314.

15. Die Nummerierung von Buchseiten beginnt immer rechts mit einer ungeraden Zahl, die Rückseite ist dann eine gerade Zahl. Zwischen den Seiten 101 und 102 kann also kein Geldschein gelegen haben, weil beide eine Vor- und Rückseite bilden.
16. Ein dreibeiniger Tisch kann gar nicht wackeln!
17. Der Kater.
18. Der Wecker.

19. Der Berg.

20. Das Dunkel.
21. Ein Fisch
22. Keinbein = Fisch
Einbein = Kleiner Tisch
Zweibein = Mensch
Dreibein = Schemel
Vierbein = Katze

23.Die Zeit

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Dienstag, 28. Dezember 2010

Launing 2/3

„Nein danke.“
„Komm, das sieht cool aus und beeindruckt die Jungs.“
Hiermit war dann auch schon der peinlichste Satz des Abends gefallen. Roberta war mehr als nervös, was Gunter anging, Das ganze Hin und Her mit den beiden dauerte jetzt schon seit der Grundschule an. Er schien noch nicht einmal abgeneigt, er machte eher den Eindruck als ob er sich nicht so viele Gedanken über solche Sachen machte. Unter dieser Voraussetzung betrachtet würde sie wahrscheinlich eher mit ihm klar kommen als ihre beste Freundin. Das wäre doch der ideale Stoff für eine Seifenoper.
„Dann bin ich lieber uncool und habe frischen Atem.“
Eigentlich lag es eher daran, dass sie dank ihres Bruders ziemlich genau wusste, dass Jungs bei rauchenden Mädels eher nicht daran dachten wie cool die Zigaretten aussahen, sondern eher daran, dass da etwas Langes in einem weiblichen Mund war.
Sofort wurde dieser Gedanke abgeschüttelt, sie dachte eindeutig zu viel nach, Roberta erklärte sie, dass ihr einfach kalt war. Ihren Bruder verfluchte sie nicht, da er in manchen Belangen einfach recht behielt. Schwer drückte das Messer gegen ihren Oberschenkel.
Von weitem dröhnte die Musik zu ihnen. Langsam aber sicher erschien das Ziel vor ihren Augen
Vor den Toren der umgebauten Scheune hatten sich kleine Gruppen versammelt. Aus allen Ecken und benachbarten Dörfern waren Leute gekommen, weil sonst nichts los war. Hier wurden wahrscheinlich auch schon vereinzelt Pläne für Techno-Partys mitten im Wald geschmiedet, wo die einen das nötige Equipment mitbringen würden und die anderen den Alkohol. Sie selber würde dann mit Freunden auf dem Fußballfeld hocken und von fern aus dem Wald den Beat hämmern hören. Das Ganze würde die Nacht andauern, vereinzelt würden sich Leute darüber beschweren, aber sie konnten dem nichts entgegen setzen, da keiner genau wusste wo denn die Party stattfand. Maxi würde als überzeugter Rocker auch das eine oder andere Mal erst nach Sonnenaufgang nach Hause kommen, schlicht und einfach, weil die Stadt zu weit entfernt war um jedes Wochenende rein zu fahren und weil sonst nichts los war.
Sie gingen hinein und ein Nebel aus Rauch, Schweiß und Alkohol umfing sie. Roberta schaute sich nervös um, machte auf einmal ein komisches Geräusch, das an ein Meerschweinchen erinnerte und entschuldigte sich auf Toilette. Irgendwo im Halbdunkel war ein Umriss zu erkennen der an Gunter erinnerte. Etwas ratlos stand sie alleine neben dem Eingang herum, aber die Rettung kam in Person von Lydia, die sie von hinten ansprang. Nach der üblichen Umarmung zur Begrüßung ging sie auf den Vorschlag auf ein Bier ein. Lydia kassierte das Geld ein und machte sich auf den Weg zur Bar. So hatte sie noch einen Moment um sich die ganze Szenerie genauer zu betrachten.
Das war also die tolle Party. Nüchtern betrachtet unterschied sich diese Veranstaltung nicht groß von den Kiddieparties zu denen sie mit ihrem Vater gegangen war. Nur dass hier die Kiddies ein paar Jahre älter waren. Und nüchtern würde sie bleiben. Mit Sicherheit hatten sich andere Wodka organisiert und ihn mit Saft gemischt. Die ganz harten Jungs machten das mit Eistee. Gerüchten zufolge hatte Andrea mal 'nen Absturz bekommen weil sie Alkohol mit Tabletten gemischt hatte. Ihren Eltern sollte sie die Übelkeit mit Regelbeschwerden erklärt haben.
Ihr Vater hatte da eine lustige Geschichte auf Lager, wie er immer wieder besoffen abends nach Hause gekommen war und sich manchmal auch übergeben musste. Seinen Eltern hatte er erzählt ihm wäre von dem fetten Fleisch übel, dass es immer zu essen gab. Irgendwann hatte ihr Großvater ihn beiseite genommen und ihm verklickert, dass der Geruch von Alkohol auch ihm und seiner Frau bekannt war und dass jeden Morgen sein Zimmer danach stank.
Ein paar von den Mädels standen schon angetrunken auf der Tanzfläche. Dabei war es erst kurz nach acht. Um die kichernden Püppchen hatten sich auch schon ein paar Jungs versammelt, die alle etwas älter waren. Hier trieben sich auch Kerle über zwanzig herum, was ihr mehr als peinlich vorkam. In einer Ecke sah sie Andrea, der gerade ein Bier gebracht wurde von einem der älteren. Sie machte sich ganz gut als kleines süßes Mädchen das sich bedienen ließ. Wirklich unglaublich, dass so ein Augenaufschlag so eine Wirkung haben konnte auf jemanden der unter Druck stand. Ein Schmunzeln erschien auf ihrem Gesicht. Ihr gefiel der Gedanke, dass die Vorzeigeblonde der Klasse den Kerl einfach nur ausnutzte. Das alles passte sehr gut zu dem was Paul von ihr mal erzählt hatte. Paul war jetzt knapp zwanzig, studierte in Marburg.  Seine Eltern wohnten neben ihnen.

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Dienstag, 21. Dezember 2010

Launing Kapitel 2/2

„Die Welt ist abgedreht und gefährlich. Das war sie schon immer.  Es geht nur darum vorbereitet zu sein.“
Der Rest des Nachmittags war ereignislos. Das einzige größere Ereignis war ein geschwisterlicher Disput über den Abwasch, den Maxi für sich entschied. Ihre Mutter nahm sich die Zeit um mit ihnen Skat zu spielen und dann war es auch schon so weit sich für den Abend fertig zu machen.
Roberta hatte vorgeschlagen sich bei ihr zu treffen um sich gemeinsam auf zu hübschen, Lydia würden sie vor Ort treffen, da sie noch Nachhilfe gab bei irgendwelchen Kindern.
Was müssen das für Eltern sein die ihren Kindern Freitagnachmittag Nachhilfe aufs Auge drückten, oder wie schlecht mussten die Kinder in der Schule sein, dass so etwas nötig war?
Die Kombination für den Abend bestand aus Jeans, einer gelben Bluse, schwarzen Halbstiefeln und einem braunen Kapuzenpullover, den ihre Mutter nach ihren Vorstellungen angefertigt hatte. Ihre Haare hatte sie wie immer ohne unnötiges Zeug und frisch gewaschen. Vor Ewigkeiten hatte sie als Knieläufer mit den Utensilien ihrer Mutter herumgespielt und fand die Lockenwickler und das Brenneisen fürchterlich anstrengend, nicht dass das was am Ende dabei herauskam schlecht aussah, die Prozedur war ihr einfach zu anstrengend und mühevoll. Männer hatten es da bedeutend einfacher. Lange Haare oder kurze Haare, Bart, frisch rasiert oder drei Tage Bart. Das alles in den jeweiligen unterschiedlichen Kombinationen war dann auch das gesamte Angebot.
Sie rief ihren Eltern von der Tür ein Auf Wiedersehen zu, worauf ihre Mutter erwiderte, sie solle sich nicht wegfangen lassen, das jedoch in einem angemessenen scherzhaften Ton.
Selbst wenn etwas passieren sollte, das war ein Dorf in dem sie lebten, da würde der Täter entweder auffallen oder mit jemand würde ihn erkennen. Den Gedanken schüttelte sie auch sofort wieder ab, da sie nicht die geringste Lust hatte sich den Abend durch unnötige Paranoia zu vermiesen und vorbereitet war sie ja.
Die Luft roch nach Regen und am Horizont ballte sich eine Wolkenwand zusammen, der Wind blieb aber aus. Die ersten Tropfen würden wahrscheinlich erst nach Mitternacht fallen.
Bei Roberta angekommen, ging vor dem Spiegel die Schmink- Action los. Lipgloss, Wimperntusche und was noch alles dazu gehört. Aber das war eher Nebensache. Hauptsache war das hier:
„Drea kann echt nerven bis zum umfallen. Die soll mit ihrem Cheerleader Scheiß nach Texas gehen wo es hingehört.“
„Hast du mit Gunter reden können?“
„Ich meine wie peinlich ist das denn in kurzen Kleidchen vor den Jungs herum zu hüpfen.“
„Wann bringen uns die endlich bei wie dieses ganze System funktioniert?“
„Vergiss es, der war damit beschäftigt Leo ins Gewissen zu reden.“
„Es kommt ohne Scheiß Psychologie auf uns zu. Und wer ist dein geheimes Herzblatt?“
„Vielleicht hast du ja Glück und er ist heute am Start.“
„Herzblatt?“
„Das Wort ist doch von ganz alt her. Scheiß auf Herzblatt, darüber denke ich in zehn Jahren nach, schau dir doch die Auswahl an.“
„Selbst wenn, ich steh dann neben ihm wie bestellt und nicht abgeholt.“
„Irgendwie scheint jeder darauf zu warten, dass ich endlich einen Kerl am Start habe.“
„Und dann stehen wir beide da, schweigen uns an, das ist einfach zum kotzen.“
„Schritt für Schritt, mehr als knutschen ist nicht.“
„Und dann schaut er mich an und ich weiß nicht was ich sagen soll.“
„Aber sonst eine Klappe haben die man vom Mars aus sehen kann.“
Roberta hatte noch die Idee, dass sie sich doch Spangen ins Haar machen könnte, was ohne weitere Diskussion abgelehnt wurde.
Sie posierten noch einmal vor dem Spiegel um sich selber zu bewundern und um sicherzugehen, dass sie auch gesellschaftsfähig waren.
Arm in Arm untergehackt marschierten sie im erfrischenden Nachtwind der Disco- Scheune entgegen.
Nach langem herum kramen in der Handtasche, holte ihre Freundin eine Schachtel Zigaretten hervor.
„Willst du eine?“
Aufdringlich schwebte die Schachtel im Schritttakt vor ihrer Nase herum.

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Mittwoch, 15. Dezember 2010

Briefe aus der Fremde 03

 
...
Langsam fühle ich das Leben hier.Was ich hier erst als Langeweile bezeichnet habe, bedeutet hier Leben.Und das verliert hier seinen manchmal negativen Beigeschmack.Hier existiert keine Hektik und kein Stress, denn es macht sich ihn keiner. Und das ist ungewöhnlich und eine ganz neue Erfahrung in die man sich verlieben KÖNNTE. In Namibia leben ca. 1,8 Mio. Menschen auf einer Größe 6x so groß wie Deutschland (Berlin hat 3,6 Mio) und trotzdem kennen sich viele Leute. Hier gibt es noch sowas wie Unterstützung und Kilos (Km) spielen keine Rolle.Eine Tour von 600km sind hier normal und keine Reise. Und das ist faszinierend.Ich lerne diese Freiheit immer mehr lieben.Dieses Land mt all seinen Tieren und Gefahren(Leo im amp etc.), weckt in mir ein ganz neues Lebensgefühl.Das Gefühl von Freiheit.


Anmerkung:Diesen Text habe ich heute Nachmittag geschrieben. Der gestrige Abend hat bei mir eine Art Hebel umgelegt. Ich habe mit zwei netten Oukkies und Markus am Kamin gesessen und wir haben nur erzählt und diskutiert. Über Politik,das Leben hier...
Und ich sage Euch, was ich jetzt begriffen habe und langsam verstehe ist schon mehr wert als das was ich erwartet habe, zumal der gestrige Tag echt scheiße öde war. Heute aber habe ich mit den Memes (dicken Muddis) gelacht und echt mal gelebt ohne schlechtes Gewissen. Ich habe das Gefühl schon FAST vergessen wie es ist sich nutzlos und in der lufthängend zu sein. Mir gehts von Tag zu Tag besser, ich bin braun und habe schon 3Kilo abgenommen. Ich sitze viel in der Sonne, höre den Vögel zu, lese,putze und spiele mit Hund und Cat. Jetzt habe ich auch ein eigenes Zimmer, zwar werde ich das Zelt vermissen, aber so ists wärmer. Bin auch schon Karre gefahren.Bald werde ich 400km allein mit Markus fahren. Wir müssen was besorgen. Vielleicht fahren wir auch noch mal nach Swakopmund an die Küste. 600km. Ich und "Autobahn".(: Greg wenn ich wieder da bin bin ich erstens die beste Meme und zweitens Rennfahrer. Also...wenn das nichts ist.Macht Euer Ding und Keep on moving
Ek is bly - In Liebe und mit lieben Grüßen Eure Melli

Mama,Papa: Bitte Emails speichern und dicken Knutsch an Oma und Opa

also ich befinde mich seit samstag wieder in cajamarca und wurde auch gleich mit einer kleinen willkommensparty von all unseren freunden empfangen, war total schoen, weil wir waren ja jetzt zwei monate nur am reisen, ich wohne jetzt bei paco im haus, ist halt billiger als hotel und auch effektiver *gg*, tja ob ihr es glaubt oder nicht anja ist noch in lima und kommt erst naechste woche, ja anja und ivon koennen auch getrennt reisen und leben, die letzten tage waren echt noch mal sehr schoen, wir haben die beruehmten nascalinien gesehen und haben sandboarding in einer oase gemacht, sehr viel spass,
ich wollte euch allen noch mal danke sagen fuer die ganzen e-mails die jetzt kommen, es ist schoen zu wissen, dass alle da sind, wenn wir wieder zurueck kommen und uns alle helfen wollen, da faellt einem das wieder kommen doch viel leichter,
heute muss ich die beiden belgerinnen verabschieden, die sich auf machen nach bolivien und wir uns nicht mehr sehen, aber sie wollen im september nach berlin kommen
ja na gut, dass solltre nur ein kleines lebenszeichen von mir sein
bis denne
eure Yvoncita

hallo ihr lieben nicht-schreiber! wir sind heute frueh um 5 uhr aus cotahuasi zurueckgekehrt - haben also wiedereinmal eine dreizehnstuendige busfahrt hinter uns. ich werde in absaetzen die letzten abenteuer fuer euch zusammenfassen:

copacabana 1: eigentlich wollten wir bereits vor einer woche den peruanischen boden verlassen, und von puno nach copacabana reisen. wurde nur leider nichts draus, da die bolivianischen bauern die gesamte strasse gesperrt hatten, und somit fuer einige zeit das verkehrsnetz zusammengebrochen war. da standen wir also am terminal mit unserem gigantischen gepaeckhaufen. man bot uns an mit dem boot ueber den titicacasee zu fahren, ca. 9 stunden, kostet pro person 30US$ - nee, das spielchen spielen wir nicht mit, dachten wir. die meisten touristen, mit gleichem reiseziel, aber eindeutig weniger flexibel, stiegen natuerlich sofort auf dieses angebot ein. yvonne und ich hingegen haben einfach unsere route ein wenig verlegt. "also die 30US$ kriegen die von uns nicht, erst recht nich fuer so'n scheiss boot, lass uns doch lieber schnell nach arequipa fahren, dann lassen wir das nach bolivien einfach aus." und so nahmen wir den naechsten bus in die "weisse stadt".

doener in arequipa: unser reisefuehrer versprach viele kulinarische koestlichkeiten, so stiessen wir unter anderem auf doener kebap. ihr koennt es sicherlich nicht nachempfinden, warum wir in peru ausgerechnet doener futtern gehen, aber nach ueber acht monaten reis mit huehnchen sehnt man sich nach imbissbudenessen. das restaurant ist von einem tuerken, der seine fleischschrippen zuvor in berlin verkauft hat. also, dachten wir, nichts wie rein, mussten aber leicht enttaeuscht feststellen, dass es einfach nicht das selbe ist was wir kennen.

la casa de klaus: nach unserem ausflug ins peruanische kreuzberg fuehrte uns unser weg directamente zu einem deutschen restaurant. deutsches bier, deutsches essen, deutsche zeitungen, deutsche welle im tv. wir blieben nicht, kehrten allerdings wenige stunden spaeter zurueck, wo ich schliesslich seit monatiger abstinenz endlich wieder ordentlichen gulasch mit spaetzle zu mir nahm. es war einfach koestlich und ich bekam etwas heimweh... lange rede kurzer sinn, in diesen stunden lernten wir klaus kennen. endvierziger stuttgarter mit fuerchterlichstem schwaebisch, der gerne von teuren investitionen ins ausland, westen aus alpacaleder, millionenschweren freunden, kokaschmuggel nach deutschland, von drogengeldern in huanchaco und morddrohungen gegen kolumbianische fussballspieler erzaehlt - dufter typ! auch wenn er anfangs ziemlich auf den putz gehauen hat haben wir uns gut mit ihm verstanden. als es immer spaeter wurde fing er auch an uns bier und pisco sour auszugeben. schliesslich verabredeten wir uns fuer den naechsten mittag zum essen. er liess extra fuer uns cebiche zubereiten - zu einem spottpreis - und ich bekam seit monaten malwieder richtigen bohnenkaffee. irgendwann bekamen wir auch heraus, dass er skatspieler ist, und so besuchten wir la casa de klaus noch noch einige male.

bin gerade tierisch gelangweilt, meine lieben eltern ihr koenntet euch ja auch wieder mal melden, nach unseren ganzen ausfluegen - wir sind ja heute erst zurueckgekehrt, habe ich schon die eine oder andere nachricht erwartet, eine kurze meldung von phil, und das wars,yvonne hat zwoelf mails bekommen, weiss nicht woran es liegt, aber ohne feedback, machts einfach keinen spass mehr, .... die erzaehlung von den freilebenden condoren, die direkt ueber unsere koepfe flogen, und den ausflug zum tiefsten cañon, canyon der erde spare ich mir also........  anja

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Mittwoch, 1. Dezember 2010

Wenn der Pott aber nun ein Loch hat

 
1.
"Wenn der Pott aber nu 'n Loch hat, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Wenn der Pott aber nu 'n Loch hat, lieber Heinrich, 'n Loch?"
"Stopp's zu liebe, liebe Liese, liebe Liese, stopp's zu!"

2.
"Womit soll ich's denn aber zustoppen, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Womit soll ich's denn aber zustoppen, lieber Heinrich, zustoppen?"
"Mit Stroh, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mit Stroh!"

3.
"Wenn's Stroh aber nu zu lang ist, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Wenn's Stroh aber nu zu lang ist, lieber Heinrich, zu lang?"
"Hau's ab, liebe, liebe Liese, liebe Liese, hau's ab!"

4.
"Womit soll ich's aber abhaue, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Womit soll ich's aber abhaue, lieber Heinrich, womit?"
"Mit'm Beil, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mit'm Beil!"

5.
"Wenn's Beil aber nu zu stumpf ist, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Wenn's Beil aber nu zu stumpf ist, lieber Heinrich, zu stumpf?"
"Mach's scharf, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mach's scharf!"

6.
"Womit soll ich's denn aber scharf machen, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
"Womit soll ich's denn aber scharf machen, lieber Heinrich, womit?"
"Mit'm Stein, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mit'm Stein!"

7.
"Wenn der Stein aber nu zu trocken ist, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
"Wenn der Stein aber nu zu trocken ist, lieber Heinrich, zu trocken?"
"Mach'n nass, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mach'n nass!"

8.
"Womit soll ich'n aber nass mache, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
"Womit soll ich'n aber nass mache, lieber Heinrich, womit?"
"Mit Wasser, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mit Wasser!"

9.
"Womit soll ich denn aber's Wasser schöpfe, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
"Womit soll ich denn aber's Wasser schöpfe, lieber Heinrich, womit?"
"Mit'm Pott, liebe, liebe Liese, liebe Liese, mit'm Pott!"

10.
"Wenn der Pott aber nu 'n Loch hat, lieber Heinrich, lieber Heinrich?
Wenn der Pott aber nu 'n Loch hat, lieber Heinrich, 'n Loch?"
"Lass es sein, liebe, liebe Liese, liebe Liese, lass es sein!"

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Sonntag, 28. November 2010

Launing Kapitel 2/1

Freitag

Ihre Träume waren durchzogen von Dialogfetzen aus Nathan dem Weisen. Immer wieder hallten die Wörter in der Dunkelheit nach und ließen ihren Kopf vibrieren. Ein alter Mann kam auf einem Reh heran geritten und meinte er wolle mehr vom Leben.
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