Dienstag, 29. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Klingelingeling

„Weiter!“
Während sie ihre Befehle bellte, spuckte sie immer wieder etwas von ihrer dunklen Spucke gegen ihre Atemmaske.
Egal wie sehr sie sich bemühte, es landeten immer wieder Tropfen an die Scheiben, die vor langer Zeit mal blank und durchlässig waren.
Sie konnte sich nicht daran erinnern jemals eine neue Atemmaske gesehen zu haben.
Die, die sie jetzt trug war dumpf und von einem dreckigen Grün.
Nichts an oder in diesem Schiff war neu.
Die allgegenwärtigen Farben waren Grau, Braun, Schwarz und Grün, in allen möglichen dreckigen Abstufungen.

Montag, 14. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Risse

„Spannung ist mehr oder weniger stabil.“
Knarzend drang Sonjas Stimme über die Kopfhörer an ihr Ohr.
Der Alligator war auf seinem Posten.
Der Kapitän hatte sich mit seiner Geliebten zu einem Spaziergang entschlossen.
Der Kapitän musste als echter Mann persönlich den Kern hohlen.
Der Kapitän hatte das gefallene Schiff verlassen.
Also war es an ihr, der Spinne, dem Alligator und der Katze das Schiff zu sichern.
Hinter ihr suchten ihre zweiten, dritten und vierten Paare von Händen die Wände nach Schwachstellen ab.
Klickernd und klackernd klapperten sie auf und ab um auch jedes noch so kleine Loch ausfindig zu machen.
Jede noch so kleine Öffnung stellte eine Gefahr für das gesamte Schiff dar.
Die Rechnung war einfach.
Draußen gab es keinen Druck, Drinnen gab es es viel Druck.
Was passiert mit einem Loch oder mit einem Riss, wenn es zwischen unterschiedlichen Widerständen steht?
Die Widerstände vergrößern den Durchgang um das fehlende Gleichgewicht auszugleichen.
Am Ende würde das große Nichts ein wenig mehr Masse zum verteilen haben und Anton würde samt Mannschaft elendig vergehen.
Das ganze würde knappe zwei Stunden dauern, wenn die Hülle erst einmal gebrochen war.
Wenn das Loch erst einmal groß genug war, gab es kein zurück mehr.
Verzweifelt würden ein paar arme Laufburschen versuchen die Lücke zu schließen, nur um als erste den Bruch mitzuerleben, um dann hinaus gesogen zu werden.
Sie würden vorher tief Luft holen, was genau das war, was man nicht tun sollte wenn man in das Vakuum gesogen wird.
Denn wie jede Materie sucht sich auch die Luft ihren Weg.
Was für ein Schiff gilt, gilt auch für einen organischen Körper.
Die Lungen würden platzen vor lauter Luft.
Der alte Anton hatte es ihr immer wieder vorgeführt.
Er hatte eine recht ansehnliche Sammlung an verschiedenen Tieren gehabt, die er nur zu gerne Druckunterschiede spüren ließ.
Nach der Wand kam die Sektion, dann das Deck, dann der ganze Rest.
Egal wie sehr siech Maschinenraum oder Brücke bemühen mochten, wenn die Wand erst einmal ein Loch hatte, dann war alles verloren.
Konzentriert beobachtete sie den weißen Rauch in den Gängen.
„Licht wäre praktisch.“
Thomas war also auch noch auf seinem Posten.
Wahrscheinlich hatte er im ganzen Stress jemanden verpuppt.
Bonnie hoffte inständig, dass er sich an einem seiner eigenen Leute vergriffen hatte.
Zum jetzigen Zeitpunkt konnte sie nur schwer auf jemanden verzichten.
Die Spinne war sich dessen rational bestimmt bewusst.
Emotional hatte er aber eine Neigung dazu in Stresssituationen überzureagieren.
Wabernd und gleichmäßig bahnte sich der weiße Rauch durch den Gang.
Der Trick bestand darin nicht auf die Wände zu schauen, sondern auf die Mitte des leeren Ganges zu achten.
An den Seiten war die Luft immer unruhig und ohne Orientierung
In der Mitte überlegte sie sich jedoch welche Richtung sie einschlagen will.
Dafür war der weiße Dampf da.
In erster Linie war er dafür da um die Ausweitung der elenden kleinen Risse zu verlangsamen.
Das war nur eine kurzfristige Lösung.
Seine eigentliche Funktion bestand darin dem geübten Augen zu zeigen, wo die gottverdammten Risse waren eigentlich waren.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Aufräumarbeiten

„Wenn ich auch nur einen Riss entdecke, stopfe ich ihn mit euren Knochen.“
Sing Maat sing
Sing dein Lied,
auf das dem Schiff auch nichts geschieht.
Sie hatte sich darauf trainiert wahnsinnig zu wirken.
Das hatte bei der Mannschaft die beste Wirkung.
Erst recht in Situationen, in denen es um Leben oder Tod ging.
War ja nicht der erste Absturz.

Sonntag, 29. September 2013

Im Ring des Grauens: iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii

Druck baute sich auf.
Es fand gerade ein Wechsel in der Gravitation statt.
Instinktiv bewegte sie ihre Kiefer vor und zurück und zwang sich zum Gähnen.
Einundzwanzig, Zweiundzwanzig, dreiundzwanzig...“
Er hält den Knaben wohl in dem Arm, Er hält ihn sicher, Er hält ihn warm...“
Drei Tassen Mehl, eine Tasse Öl, drei Eier, zwei Tassen Zucker.....“
Bitte bleib Babette. Babette bitte bleib. Bleib bitte Babette...“

Montag, 23. September 2013

Im Ring des Grauens: Der Wind

Sie lächelte nicht.
Es würde sowieso niemand merken. Die Visiere waren verspiegelt.
Niemand konnte dem anderen in die Augen sehen.
Ihre Faust blieb nur kurz oben für den kleinen augenscheinlichen Triumph, dann beobachtete sie aufmerksam ihren großen Kapitän Robert wie er Klara gratulierte.
Er war ausgesprochen ruhig, freundlich und zuvorkommend.
Klara bekam ein nettes Lob und einen Klopfer auf die Schulter, aber Robert blieb distanziert.

Montag, 16. September 2013

Im Ring des Grauens: Klopf auf Holz

 Eintönig, kalt und fordernd um tosten sie die fremden Winde des Asteroiden im Nirgendwo.
Das gestrandete Schiff hinter sich lassend machten sie sich auf den Weg zum Kern.
Schnarrend und durchdringend begleitete sie die Hydraulik in ihren Anzügen auf ihrem Marsch.

Montag, 9. September 2013

Im Ring des Grauens: Fußvolk

Fauchend bahnte sich die Sonde ihren Weg in die Umlaufbahn.
Es war eine Standardprozedur.
Klares, kaltes Protokoll.
Aber es lag so viel Hoffnung darin.
Ein kleiner Brotkrumen in den weiten des unbekannten Alls um sich zu orientieren.Irgendjemand da draußen musste die verlorenen Signale auffangen.
Die bange Frage war, wann und wen die Signale erreichten.
Ella und Robert verliefen sich im All.
Dort war es finster und ach so bitter kalt.

Freitag, 6. September 2013

Axel Stone: Eine kleine Jagd

Mein Name ist Axel Stone.
Zusammen mit meinen Partner Belinda Peach und Ernest Alder räume ich den Dreck auf den die interstellare Union hinterlässt.
Zum Beispiel Zellhaufen.
Schöne selbst gemachte Zellhaufen.
Die herum laufen und sprechen.
Gottverdammte Klone.
Ein Hoch auf die Wissenschaft.

Montag, 2. September 2013

Im Ring des Grauens: Wo ist das Vögelchen?

Nur einmal würde ich mir nur zu gerne die Zeit dafür lassen einen Schock auf mich wirken zu lassen.
Aber das ist vermessener Luxus.
Das Kommando liegt bei mir, also habe ich zu funktionieren.
Der Kern war knapp zwei Tagesmärsche entfernt, also würde ich ihn zurückholen
„Sie haben die Brücke Leutnant.“

Montag, 26. August 2013

Im Ring des Grauens: Der Lauf der Dinge

Such dir ein Jahrhundert aus.
Es ist egal welches du nimmst.
Vor Christus, nach Christus. Alte Zeitrechnung, neue Zeitrechnung, aktualisierte Zeitrechnung.
Es macht keinen Unterschied.
Du wirst immer wieder auf Geschichten von Schiffen und Expeditionen stoßen die einfach verschwunden sind.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...

Beliebte Posts