Sonntag, 15. August 2010

Launing Kapitel 1/4

Vor zwei Jahren hatte sie Gefallen an dunklen Sachen gefunden, worauf ihre Eltern Angst bekamen sie würde zu einer Gothic- Anhängerin.
Aber die Wahrheit war viel nüchterner; es sah wundervoll klassisch aus und hatte immer Schick.
Der Spiegel vibrierte etwas. Max hatte seine Musikanlage an derselben Wand und hörte jetzt seine Guten Morgen Musik, die hauptsächlich aus den Pogues und den Ärzten bestand. Sie bürstete sich noch schnell die Haare und macht sich dann auf den Weg nach unten.

Briefe aus der Fremde 01

....ihr lieben!!! heute verfasse ich die vorlaeufig letzte e-mail aus dem wunderschoenen riobamba! juán, iván, yvonne und ich fahren morgen zurueck nach quito, um iváncito am freitag dort zu verabschieden - er faehrt zurueck in die deutschen lande, und ist nicht gerade verzueckt darueber! uebrigens, meine damen und herren, ich bin jetzt stolze besitzerin einer astreinen klarinette. da meine oma letzte woche umgezogen ist hat mein vater beim !entruempeln! eben dieses wundervolle instrument, und des weiteren eine piccolofloete - ebenfalls in gesundem zustand gefunden. tja, es ist also nicht so, dass ich im naechsten jahr ziellos in die heimat zurueck kehre, ich denke, ich werde multiinstrumentalistin, und mache leuten wie yann thiersen oder sir p.mccartney in der hinsicht konkurrenz! die stuhlprobe haben ja die meisten von euch erhalten - nein, keine angst, ich habe nicht vor euch den kot erneut schmackhaft zu machen, vielmehr moechte ich anfuehren, dass wir eine aeusserst gewoehnungsbeduerftige art der ernaehrung haben. wir essen ziemlich reich, das muss ich vorab loswerden, die hosen passen demnach astrein, und der gang zur toilette lohnt sich wirklich. das problem liegt darin, dass wir aeusserst spaet das tageslicht erblicken, uns noch viel spaeter aus den federn erheben, ungefaehr eine stunde brauchen, bis wir alle, die sich noch von uns einladen lassen eingesammelt haben (((wir haben hier einen permanenten schmarotzer an unserer seite, paco - bruder von iván und juán - er ist 25 jahre alt, und laesst sich alles von uns bezahlen, ist immer nur da, wenn es essen gibt; fuer ihn ist alles eine selbstverstaendlichkeit, der junge frisst sich - auf gut deutsch - nur bei uns durch; yvonne und ich koennen ihn mittlerweile nicht mehr ausstehen, wir laden gerne ein, lassen uns aber nicht ausnutzen; neulich hat juán wiedereinmal das mittagessen bezahlt, und ich sagte zu ihm,  nein, warum zahlst du schon wieder, darauf meinte er, wenn ich nicht bezahle wirst du wieder zur kasse gebeten, da fing paco an schmierig zu grinsen, und ich sagte fingerzeigend zu ihm: und du, du zahlst ueberhaupt nicht!; uns platzt langsam der kragen, und yvonne und ich fangen an unsere leckererien vom baecker vor ihm zu verstecken, uns stoert von tag zu tag mehr an ihm, und wir muessen uns beherrschen nicht unfair zu sein - tja, aber solche leute findet man in allen teilen der welt!))), so, und wenn wir dann schließlich komplett sind begeben wir uns endlich auf nahrungssuche. ich lag schon haeufiger mit waggersteinen in meinem bettchen, und wuenschte, ich haette deutsches bulrichsalz an meiner seite.
so ihr lieben leutchen, nun will ich abschied nehmen, ich denke, dass wir zum wochenende wieder in riobamba sind - wie es dann weitergeht wissen wir auch noch nicht, ich denke aber, dass wir in ca. zwei wochen unsere reise richtung kueste fortsetzen werden, oder vielleicht nochmal einen etwas ausgiebigeren dschungeltrip wagen. macht's gut!           chau                a   n   j    a

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Dienstag, 10. August 2010

elf uhr vormittags



DA HÄNG KLOTZ
die ersten anderthalb Jahre

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Montag, 9. August 2010

launing kapitel 1/3

Vor zwei Jahren hatte sie Gefallen an dunklen Sachen gefunden, worauf ihre Eltern Angst bekamen sie würde zu einer Gothic- Anhängerin.
Aber die Wahrheit war viel nüchterner; es sah wundervoll klassisch aus und hatte immer Schick.
Der Spiegel vibrierte etwas. Max hatte seine Musikanlage an derselben Wand und hörte jetzt seine Guten Morgen Musik, die hauptsächlich aus den Pogues und den Ärzten bestand. Sie bürstete sich noch schnell die Haare und macht sich dann auf den Weg nach unten.

Mittwoch, 28. Juli 2010

launing kapitel 1/2

Sie ließ sich noch ein bisschen Schaum um den Mund wachsen, knurrte und bellte den Spiegel an und nachdem sie den Schaum wieder abgespült hatte ging sie in ihr Zimmer um sich umzuziehen.
Maximilian kam ihr zerzaust entgegen und knurrte dabei etwas davon, dass der menschliche Körper nicht dafür geschaffen war um diese Uhrzeit aufzustehen.
„Guten Morgen“, trällerte sie ihm übertrieben fröhlich entgegen, worauf sie einen Blick erntete der nichts von geschwisterlicher Liebe in sich hatte.

Mittwoch, 21. Juli 2010

Launing Kapitel 1/1

Donnerstag

Sie fiel in den Schnee, doch der war aus Gummi, so federte sie zurück und war dabei federleicht. Es dauerte eine Weile bis sie bemerkte, dass es gar kein Schnee war, sondern eine Hüpfburg die sie als Trampolin benutzte um einen Schlüssel zu erreichen, der viel zu weit über ihr hing.
Johnny hatte es sich neben ihr bequem gemacht und schlief ebenso tief und fest. Anfangs war es eher eine Qual sich mit ihm das Bett zu teilen, aber in den vergangenen Jahren hatten sie sich in ihren Schlafbewegungen aufeinander eingestimmt.
Ohne jede Rücksicht wurde die Zimmertür geöffnet und das erste künstliche Licht des Tages ergoss sich in den Raum.

Dienstag, 20. Juli 2010

Eristik Die Kunst immer recht zu haben Teil 1

Kunstgriff 1 (Erweiterung)
Die Erweiterung. Die Behauptung des Gegners über ihre natürliche Grenze hinausführen, sie möglichst allgemein deuten, in möglichst weitem Sinne nehmen und sie übertreiben; seine eigne dagegen in möglichst eingeschränktem Sinne, in möglichst enge Grenzen zusammenziehn: weil je allgemeiner eine Behauptung wird, desto mehreren Angriffen sie bloß steht. Das Gegenmittel ist die genaue Aufstellung despuncti oder status controversiae. 

Donnerstag, 15. Juli 2010

Interview Ingo Volkmer


Wie lange bist du schon Schauspieler?

Ich bin ja eigentlich Sänger. Ich habe eine klassische Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik Hans Eisler in Berlin absolviert. Da hatte ich auch Schauspielunterricht, aber nicht so intensiv wie musikalische Fächer, also ich hatte Gesang, Klavier, Interpretation, Ensemblesingen, Gehörbildung, Tonsatz, Jazzdance und klassischen Tanz.
Dazu hatten wir noch viele Fächer die unnütz waren.
Damit meine ich Marxismus/ Leninismus, politische Ökonomie des Sozialismus und diese Fächer waren stundenmäßig mehr vertreten als meine Hauptfächer wie zum Beispiel Gesang, Klavier und auch Schauspiel. Von der medizinischen Seite aus hatten wir dann noch Stimmphysiologie, wo uns der Aufbau der Stimme erklärt wurde und wie man die Atmung einsetzen muss.

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