Montag, 7. Juli 2014

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Für den entspannten Start in die Woche

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Damit das klar ist.




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Was machen Schreiberlinge eientlich sonst so?
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Artikel


Samstag, 5. Juli 2014

Ich brauche ein Problem

Ich brauche ein Problem
Kann mir wer eins borgen?
Bitte noch bis morgen,
Ich will mich dafür schäm'

Wer eins hat sagt Bescheid
Ganz egal auch welches,
Solange es nur echt ist
Gehandelt unter Eid

Und wenn es sein muss
Alkoholismus
Damit geh ich hausieren

Donnerstag, 3. Juli 2014

Berliner Baustellen



Dienstag, 1. Juli 2014

Im Ring des Grauens: Guten Morgen

Er hatte das Bewusstsein verloren.
Das war kein gutes Zeichen.
Seine Hand zitterte.
Das war gar kein gutes Zeichen.
Vor ihm lag ein nichts aus Stein und Sand.
Über ihm entfaltete sich ein Himmel, der von Brocken aus Stein beherrscht wurde und nicht von Sternen.
In seinem Ohr forderte eine monotone Stimme immer wieder Informationen über den aktuellen Status der Erkundung.
Anstatt seiner Uniform hatte er einen Raumanzug an.
Das alles war kein sehr gutes Zeichen.
Der Status war ihm nicht bekannt, denn er wusste noch nicht einmal wo er war.
Es konnte nur noch besser werden.
Natürlich wusste er auch noch, dass er Kapitän eines Schiffes war, aber das war in der Praxis eine eher temporäre Situation.
Sobald man auf einem Schiff anheuerte, wurden in der Kantine oder nebenbei alle möglichen Geschichten über die verschiedenen Kapitäne erzählt, die ihr endgültiges Schicksal durch Meuterei oder Resignation erfuhren.
Diejenigen, die ihren Moment zum resignieren nicht wahrnahmen, wurden schlicht und ergreifend auf dem nächsten Planeten ausgesetzt.
Hatte es nun auch ihn getroffen?
Auf einem Hals der aus Gummi bestand versuchte sich sein Kopf zu orientieren.
Nicht nur sein Arm, sondern sein ganzer Körper zitterte.
'Blinzeln' fuhr es ihm durch den Kopf.
'Atmen' kam wie ein Blitz danach.
'Herzschlag' ermahnte ihn seine eigene Stimme.
Automatisch legte sich seine rechte Hand auf sein Herz, welches weit über der angemessenen Frequenz schlug.
Abwechselnd blinzelte er mit den Augen und atmete erst ein und dann aus, um seinem Körper den nötigen Takt vorzugeben.
Nach zehn Durchgängen, hatte sich sein Herz wieder beruhigt und das Zittern der Hände ließ ein wenig nach.
Der Untergrund auf dem er lag war aus Sand und Stein.
Wo war dieser Untergrund?
Er konnte atmen.
Das war doch schon mal ein gutes Zeichen.
Atmen war immer gut.
Erst recht, wenn man sich in einem Raumanzug befand.
Raumanzüge hatten zu funktionieren.
Um ihre Funktion zu überprüfen, hatten sie Kontrollen.
Diese Kontrollen mussten überprüft werden.
Ansonsten hatte er noch eine knappe halbe Stunde und dann würde er erleben wie sich der Sauerstoff in seinem Körper zu Kohlenstoffdioxid verwandelte.
Kohlenstoffdioxid konnte von Pflanzen mittels Photosynthese wieder zu Sauerstoff umgewandelt werden.
Er war keine Pflanze.
Wie von selbst organisierten sich die Finger seiner rechten Hand auf der Tastatur seines linken Armgelenks.
Zahlen und Buchstaben erschienen auf dem Plastik, der sein Gesicht vor dem Nichts trennte.
Langsam richtete er sich auf, bis er aufrecht stand.
Ihren Instinkten folgend, spielten seine Hände eingeübt auf den Tasten um Informationen abzurufen und verloren dabei jedes unsichere Zittern.
Der Zeitmesser war ausgefallen, somit hatte er kein Indiz dafür wie lange er sich schon in dieser Situation befand.
Alle anderen Anzeigen flackerten zwar etwas unruhig, aber sie zeigten die wichtigen Dinge an.
Sauerstoff und Druck waren vorhanden und stabil.
Verwertungsanlagen für die körperlichen Ausscheidungen arbeiteten ohne Probleme.
So weit war alles gut.
Ohne den Zeitmesser musste er sich auf sein Gefühl verlassen, wie lange er schon auf diesem Raumkörper war und ob er sich in einer guten oder schlechten Situation befand.
Gemessen an seinen Frauengeschichten war sein Gefühl nicht gerade die zuverlässigste Grundlage.
Obwohl er sich immer wieder vornahm sich ein kleines dummes Ding zu angeln, das einfach nur im Bett gut in der Hand lag, landete er immer wieder bei kleinen selbstbewussten Drachen, die im Bett gut in der Hand lagen.
Anscheinend war sein Gefühl bei der zweiten Sache zuverlässiger.


Dienstag, 31. Dezember 2013

Und Tschüß 2013!

Das war es nun mit diesem Jahr.
Manchmal war es wunderbar.
Das nächste Jahr steht vor der Tür.
Neue Aufgaben warten hier.
Vielleicht geht manches futsch.
Egal.
Ich wünsche einen guten Rutsch.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten

Nach dem 4. Advent nun auch der Sambuca brennt.
Die Gaben, an denen wir uns wollen laben, werden gleich gebracht.
Frohe Weihnacht!

Sonntag, 1. Dezember 2013

Tischgespräche: Die Vorstellung

Nichts widerstrebte mir mehr in der Schule, als mich vorzustellen.
Dummerweise schienen meine Eltern den Plan zu haben vor ihrem Tod in jeder denkbaren Stadt des Landes gewohnt zu haben.
Wer rastet der rostet, pflegte mein eiserner Großvater immer wieder zu sagen.
Und so fand ich mich immer wieder vor neuen Gesichtern wieder und hatte ihnen meine Familie zu erklären.
Ich hatte einen Vater und eine Mutter, zwei Schwestern und einen Bruder.
Eine Schwester war älter als ich und die anderen waren jünger.
Die folgenden Fragen meiner sogenannten Klassenkameraden waren in jeder Stadt gleich und kamen so sicher wie der Hunger nach dem Schwimmen.
„Wie viele seid ihr noch mal?“
„Kriegt ihr Hilfe vom Amt?“
„Seid ihr alle von den selben Eltern?“
Diese letzte Frage war es, die mir beharrlich im Hinterkopf herumschwirrte.
Ich hatte die Geburt meiner jüngeren Geschwister mit erlebt.
Aber was war mit meiner eigenen oder der von meiner großen Schwester?
Daran konnte ich mich nicht erinnern.
Tag für Tag drückte mir die Frage auf das Gemüt.
Monat für Monat wurde sie wieder gestellt.
Meine Unsicherheit bot meinen Schulkameraden nur noch mehr Futter.
Deine Mutter ist doch fremdgegangen, musste ich mir in der Pause anhören.
Ich konnte mir darunter nichts vorstellen.
Was war denn bitte Fremdgehen? Ich kannte Fremdsprachen, da hörte es dann auch auf.
Gab es neben der englischen Sprache auch einen englischen Gang?
Ging man mit dem englischen Gang in Deutschland fremd?
Ihr seid doch alle adoptiert, schallte es mir höhnisch entgegen.
Mein Vater erzählte manchmal was von Adaptern, aber das hatte meistens mit Musik und Computern zu tun.
Ich ließ es mir die beiden Wörter auf dem Schulhof erklären und war entsetzt.
„Seid ihr eigentlich schon einmal fremdgegangen?“
Ich stellte die Frage wie immer am Frühstückstisch.
Es war an einem Samstag.
Auf dem Tisch standen frische Eierkuchen, die ihren wohligen Geruch in der ganzen Wohnung verbreiteten.
Natürlich gab es noch anderes auf dem Tisch, aber mich interessierten einzig und allein die Eierkuchen.
Kalt und eisern tadelte mich meine große Schwester Thea mit ihrem Blick für meine Frage.
Sie war vier Jahre älter als ich, tat aber immer so als wäre sie schon richtig erwachsen.
„Hier etwas Apfelmus, mein Kleiner.“
Meine Mutter ignorierte meine Frage ganz einfach.
Sie hatte sich Bubi zugewendet.
Bubi war mein jüngster Bruder und im Oktober würde er drei Jahre werden.
Eigentlich hieß er Johannes, aber alle nannten ihn Bubi.
Es war an meinen Vater meine unbequeme Frage zu beantworten.
„Wenn einer von uns fremdgegangen wäre, wären wir nicht mehr verheiratet.“
Damit war das Thema erledigt.
Bubi ließ sich seinen Eierkuchen mit Apfelmus schmecken.
Jule kaute unmotiviert auf einer Mohrrübe herum. Sie musste mal wieder Diät machen.
„Ist einer von uns adoptiert?“
„Eure Haare sind alle wild“, dabei strich er sich über seinen glatt rasierten Schädel,
„und ihr habt alle die Augen eurer Mutter. Opa Kiel sagt immer wir haben alle den selben Mund.“
Und du hast den Kopf von Onkel Max“
Verlässlich und beruhigend schloss sich die Hand meines Vater um meine Schulter und um meinen Nacken.
Alles war gut.
Es gab da nur noch eine Frage.
„Kriegen wir Hilfe vom Amt?“
Da brach meine Mutter in schallendes Gelächter aus.
Bubi ließ vor lauter Schreck sein Stück Eierkuchen fallen, nur um dann in das Lachen unserer Mutter mit einzufallen.
„Nein mein Kleiner, wir gehen arbeiten.“
Triumphierend blickte ich Thea entgegen.
Meine Fragen waren beantwortet.
Der nächste Tag auf dem Schulhof war sicher.
Wer Onkel Max war, war mir egal.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Klingelingeling

„Weiter!“
Während sie ihre Befehle bellte, spuckte sie immer wieder etwas von ihrer dunklen Spucke gegen ihre Atemmaske.
Egal wie sehr sie sich bemühte, es landeten immer wieder Tropfen an die Scheiben, die vor langer Zeit mal blank und durchlässig waren.
Sie konnte sich nicht daran erinnern jemals eine neue Atemmaske gesehen zu haben.
Die, die sie jetzt trug war dumpf und von einem dreckigen Grün.
Nichts an oder in diesem Schiff war neu.
Die allgegenwärtigen Farben waren Grau, Braun, Schwarz und Grün, in allen möglichen dreckigen Abstufungen.

Montag, 14. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Risse

„Spannung ist mehr oder weniger stabil.“
Knarzend drang Sonjas Stimme über die Kopfhörer an ihr Ohr.
Der Alligator war auf seinem Posten.
Der Kapitän hatte sich mit seiner Geliebten zu einem Spaziergang entschlossen.
Der Kapitän musste als echter Mann persönlich den Kern hohlen.
Der Kapitän hatte das gefallene Schiff verlassen.
Also war es an ihr, der Spinne, dem Alligator und der Katze das Schiff zu sichern.
Hinter ihr suchten ihre zweiten, dritten und vierten Paare von Händen die Wände nach Schwachstellen ab.
Klickernd und klackernd klapperten sie auf und ab um auch jedes noch so kleine Loch ausfindig zu machen.
Jede noch so kleine Öffnung stellte eine Gefahr für das gesamte Schiff dar.
Die Rechnung war einfach.
Draußen gab es keinen Druck, Drinnen gab es es viel Druck.
Was passiert mit einem Loch oder mit einem Riss, wenn es zwischen unterschiedlichen Widerständen steht?
Die Widerstände vergrößern den Durchgang um das fehlende Gleichgewicht auszugleichen.
Am Ende würde das große Nichts ein wenig mehr Masse zum verteilen haben und Anton würde samt Mannschaft elendig vergehen.
Das ganze würde knappe zwei Stunden dauern, wenn die Hülle erst einmal gebrochen war.
Wenn das Loch erst einmal groß genug war, gab es kein zurück mehr.
Verzweifelt würden ein paar arme Laufburschen versuchen die Lücke zu schließen, nur um als erste den Bruch mitzuerleben, um dann hinaus gesogen zu werden.
Sie würden vorher tief Luft holen, was genau das war, was man nicht tun sollte wenn man in das Vakuum gesogen wird.
Denn wie jede Materie sucht sich auch die Luft ihren Weg.
Was für ein Schiff gilt, gilt auch für einen organischen Körper.
Die Lungen würden platzen vor lauter Luft.
Der alte Anton hatte es ihr immer wieder vorgeführt.
Er hatte eine recht ansehnliche Sammlung an verschiedenen Tieren gehabt, die er nur zu gerne Druckunterschiede spüren ließ.
Nach der Wand kam die Sektion, dann das Deck, dann der ganze Rest.
Egal wie sehr siech Maschinenraum oder Brücke bemühen mochten, wenn die Wand erst einmal ein Loch hatte, dann war alles verloren.
Konzentriert beobachtete sie den weißen Rauch in den Gängen.
„Licht wäre praktisch.“
Thomas war also auch noch auf seinem Posten.
Wahrscheinlich hatte er im ganzen Stress jemanden verpuppt.
Bonnie hoffte inständig, dass er sich an einem seiner eigenen Leute vergriffen hatte.
Zum jetzigen Zeitpunkt konnte sie nur schwer auf jemanden verzichten.
Die Spinne war sich dessen rational bestimmt bewusst.
Emotional hatte er aber eine Neigung dazu in Stresssituationen überzureagieren.
Wabernd und gleichmäßig bahnte sich der weiße Rauch durch den Gang.
Der Trick bestand darin nicht auf die Wände zu schauen, sondern auf die Mitte des leeren Ganges zu achten.
An den Seiten war die Luft immer unruhig und ohne Orientierung
In der Mitte überlegte sie sich jedoch welche Richtung sie einschlagen will.
Dafür war der weiße Dampf da.
In erster Linie war er dafür da um die Ausweitung der elenden kleinen Risse zu verlangsamen.
Das war nur eine kurzfristige Lösung.
Seine eigentliche Funktion bestand darin dem geübten Augen zu zeigen, wo die gottverdammten Risse waren eigentlich waren.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Im Ring des Grauens: Aufräumarbeiten

„Wenn ich auch nur einen Riss entdecke, stopfe ich ihn mit euren Knochen.“
Sing Maat sing
Sing dein Lied,
auf das dem Schiff auch nichts geschieht.
Sie hatte sich darauf trainiert wahnsinnig zu wirken.
Das hatte bei der Mannschaft die beste Wirkung.
Erst recht in Situationen, in denen es um Leben oder Tod ging.
War ja nicht der erste Absturz.
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