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Montag, 18. März 2013

Vergebung

Vater unser im Himmel!
Es ist Mittwoch.
Geheiligt werde dein Name.
Also bin ich im Haus.
Dein Reich komme.
Sie wissen dass ich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Ich weiß dass sie da sind.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Keiner von uns will den anderen sehen.

Montag, 31. Dezember 2012

Eine Frage der Ordnung

Fern von der Erde. in den tiefen der Nebula Galaxie, saß Landor der Herrscher auf seinem Thron und grübelte über das was kommen mag.
Er hatte lange gebraucht um die Planeten so zu ordnen wie er es für richtig hielt.
Alles war Ordnung und jeder hatte seinen Platz.
Achthundert Kreise hatte er gebraucht um sein Ziel zu erreichen.
Er konnte sich nicht mehr daran erinnern wann er sich dazu entschlossen hatte.
Sein Vater, der König hatte drei Kinder gehabt.
Er war das mittlere gewesen.
Sein Bruder war zwanzig Kreise älter und der Thronfolger.
Die Aufmerksamkeit des Volkes war auf ihn gerichtet.
Da schon ein Thronfolger da war, war er nicht mehr als Heiratsmaterial für die benachbarten Reiche.
Er hatte sich eine Prinzessin auszusuchen und dann seines Weges zu gehen.
Seine jüngere Schwester war nur drei Kreise jünger als er und wusste genau wie er fühlte.
Er war keine fünf Kreise alt als ihm klar wurde, das alles was folgte eine Frage des Willens war.
Es war in der vorherigen Nacht, dass er aufgeschreckt war und nach seiner Schwester geschaut hatte und sich sein Bruder über die Lautstärke beschwerte.
Sanft und liebevoll sang er seine Schwester in den Schlaf.
Manche Entscheidungen werden in der Nacht gefällt.
Die Zeit verging und der Stern zog seine Kreise.
Der große Bruder lächelte auf Paraden seinem zukünftigen Volk entgegen.
War doch die Familie war unsterblich.
Ihr Vater herrschte seit Ewigkeit.
Er trank den Vit und beglückwünschte sich.
Die Galaxie hatte sich arrangiert in ihrer Ordnung.
Alles war gut.
Die zwölf Reiche waren etwas unorganisiert, aber sie hatten es geschafft sich miteinander zu organisieren.
Also hatte er auf den Straßen zu sein und sich um die Sorgen der Jugend zu sorgen.
Sein Bruder genoss die Jagd in der Abwesenheit des Lichts auf seinem Kudor, nach den Jaldens.
Es war eine alte Tradition.
Ihr Vater trank den Vit und beglückwünschte ihn.
Er selber hatte mit den Generälen zu reden und stand vor der Aufgabe ihren Wohlwollen zu gewinnen.
Also trainierte er mit ihnen und lernte sie kennen.
Dann starb seine Mutter.
Es war die Zeit als der Karon zuerst erschien
Trotz ihrer Unsterblichkeit
Sein Vater betrank es.
Sein Bruder feierte es.
Seine Schwester beweinte es.
Er beobachtete es.
Die Kreise kamen und gingen.
Der große Bruder vergnügte sich nach Belieben.
Sie waren doch unsterblich und alles war ewig.
Die Mutter war vergessen.
Wozu hatten sie den Vit.
Er nahm die Gelegenheit war um seine Schwester mit dem Prinzen aus einem der benachbarten Reiche bekannt zu machen und eine Hochzeit zu arrangieren.
Als es zur großen Feier kam hob der Vater sein Glas voll Vit und beglückwünschte das Paar.
Zwei Reiche waren verbunden durch Blut.
Der Kreis schloss sich und der nächste begann.
Der Erbe des Throns ließ sich sich auf Paraden feiern.
Dabei trank er mit seinem Vater ein Glas voll Vit.
Er wurde dafür verlacht, dass er mit Kindern auf der Straße Landa spielte.
Es war ein altes Spiel mit Murmeln.
Zu Beginn hatte man sich darauf zu einigen wie viele Murmeln im Spiel waren.
Dann kündigte jeder an welches Muster er in wie vielen Zügen erreichen wollte.
Unbeirrt kreiste der Stern ewig über ihnen.
Es gab kein Morgen und kein Gestern.
Dann geschah das Unglück.
Der Thronfolger wurde von einem Jalden nieder getrampelt.
Sie mochten lange leben, doch auch sie konnten sterben.
Zulange hatten sie sich in ihrer eigenen Kraft gesonnt und die ihrer Nutztiere vergessen.
Dies war der Moment wo sich jeder im Reich bewusst wurde, dass selbst die herrschenden Unendlichen ein Ende hatten.
Seine Mutter war schon lange vergessen.
Trotzdem legte er seine Blumen nieder wenn der Karon zuerst erschien.
Es war seine schwere Aufgabe das Erbe des Thronfolgers anzutreten.
Während sein Vater mit den anderen Reichen an einem Tisch saß und bei Vit über die vergangen Tage sinnierte und alte Triumphe beschwörte, ging er auf die Straßen und zeigte seine Sorgen für die Jugend ohne Richtung und schlug ihnen die Armee vor.
Er war nun der Thronfolger und hatte für Frau und Nachkommen zu sorgen.
Nach langen Begutachtungen entschied er sich für eine junge Laendy aus dem Volk der Rals als Partnerin.
Sie gehörte zu einer der Minderheiten, bestand nur aus Sand und konnte ihr Glück kaum fassen.
So war es nicht schwer, sie davon zu überzeugen, dass er sich zuerst ein paar Töchter züchten wollte.
Für sie war sein Wort Gesetz.
Und so konnte er sich an seinen drei Töchtern erfreuen, die wuchsen und gediehen unter seiner Fürsorge und Leitung.
Dann erkrankte sein Vater schwer an einem Fieber, welches nicht weichen wollte
Voller Aufopferung saß er am Bett des alten Königs, reichte ihm den Vit und lauschte den alten Geschichten.
Bis zum bitteren Ende.
Schweren Hauptes nahm er die Krone entgegen.
Mit ausgewählten Generälen begann er von Stern zu Stern durch sein Reich zu reisen um sich nach dem Wohl seiner Bürger zu erkunden.
Dann wurde der Ehemann seiner Schwester gesehen wie er sich mit jemand anderen vergnügte.
Gemäß den Regeln hatte seine Schwester ihren Mann zu entmachten, ihn zeremoniell zu enthaupten und seinen Platz einzunehmen.
Kurz darauf reduzierte sie sich auf den Rang eines Kanzlers und vereinte ihr Reich mit seinem.
Es war als ob eine sehr langsame Kugel zwei andere in die gewünschte Position brachten.
Die anderen Reiche waren unsortiert und mit sich selbst beschäftigt.
Seine Töchter waren bereit für die Heirat.
Es war an der Zeit sie mit den Prinzen der angrenzenden Reiche zu verbinden.
Dankbar nahmen die Könige und Prinzen diese Angebote entgegen.
Sein Reich, welches nun das größte und am besten organisiert war, versprach Stärkung.
Alle seine Töchter kannten das Spiel.
Die Kugeln waren in ihrer Bahn.
Langsam aber sicher ließen sie seine Organisation und Denkweise in ihre neue Umgebung einsinken.
Die Leute auf der Straße galt es zu ordnen und die Armee entweder zu entmachten oder zu fördern.
Früher oder später wurden sie seine Kanzler.
Die Machtbasis lag bei ihm.
Viel zu spät merkten die anderen Reiche wie sein gewünschtes Muster aussah.
Alle in einer Linie.
Alle auf ihn zugerichtet.
Verängstigt schlossen sich die verbliebenen drei Reiche seiner Herrschaft an.
So hatte er acht der zwölf Reiche geeinigt und organisiert.
Die verbliebenen vier fielen vor geballten Macht seines Reiches.
Grübelnd über das was kommen mag saß der Herrscher Gandor auf seinem Thron in den tiefen der Nebula Galaxie fern von der Erde.

Launing
die Geschichte einer Verwandlung

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Mittwoch, 26. Dezember 2012

Der schwarze Berg

Wir waren auf dem Weg zum schwarzen Berg.
So nannten wir ihn jedenfalls.
Knirschend rollten die Räder unserer Gefährte auf unser erhofftes Ziel zu.
Eigentlich war es eine riesige Kuppel aus schwarzem Metall von der Größe einer Stadt.
Erbaut um die „Verbliebenen“ vor Strahlung und dem mehr und mehr unwirtlicher werdenden Wetter zu beschützen.
Die Katastrophe lag hinter uns und wir hatten reagiert.
Vielleicht hatte Mutter Natur einfach keine Lust mehr auf uns Menschen.
Vielleicht hatte die Erde nur mal eben mit den Schultern gezuckt.
Wer wusste das schon.
Alle Erklärungen waren weder ausreichend, noch befriedigend.
Am Ende des Tages war es egal, ob Gott uns bestrafte, eine alte Prophezeiung eingetroffen war oder sich die magnetischen Pole umgekehrt hatten.
Die Welt wie wir sie kannten endete einfach.
Es zeigte sich, dass der Mensch im Grunde ein Kulturwanderer ist.
Er hatte in der Eiszeit begonnen, seine erste volle Blüte mit dem römischen Reich erlebt, sich durch das Mittelalter geschleppt, in der Industrialisierung sich wieder hochgearbeitet und nun war wieder alles zusammengebrochen.
Das wie und warum war egal.
Wichtig war zu wissen was für praktische Folgen die Veränderung der Umwelt auf das alltägliche Leben hatte.
Welche Pflanzen waren Beute, welche Jäger?
Was für eine Farbe hatte der Regen, wenn er giftig war?
Wie lockte man die Würmer aus dem Sand?
Man musste noch nicht einmal besonders talentiert sein um die neuen Regeln zu begreifen.
Man musste einfach nur überleben wollen.
Irgendwann stand jeder vor der selben Wahl.
Entweder verkümmerte er dort wo er war oder er machte sich auf den Weg.
Alleine mit dem was er hatte.
Oder er gründete mit anderen eine neue Kommune, kultivierte das Land und versuchte zu überleben.
Wenn beides nicht möglich war begab man sich zu einem schwarzen Berg.
Lange wurde ihre Errichtung geplant.
Über ihre Planung wurde lange und ausführlich berichtet.
Ob sie uns wirklich schützen würden war nie wirklich klar.
Es war ein Versuch.
Ein letzter großer Versuch um die alte Gesellschaft zu retten.
Niemand wusste ob er hinein kommen würde oder ob es überhaupt einen Eingang gab.
Ich hatte niemanden mit dem ich eine Siedlung hätte gründen können.
Ich hatte immer für mich selber gesorgt.
Alleine in meinem Haus zu versauern wollte ich nicht.
Also spannte ich die Pferde vor den Wagen und machte mich auf Weg zum schwarzen Berg.
Für mich war der Weg das Ziel.
Eigentlich war es für mich auch ein Abenteuer.
Ich hatte doch Pfeil und Bogen.
Mein Vater hatte mir doch das Jagen beigebracht.
Als Kind hatte ich Jahr um Jahr in irgendwelchen Lagern verbracht wo man auf sich alleine gestellt überlebt.
Ruhig und bedächtig reihte ich mich in die Schlange zum schwarzen Berg ein.
Er war nicht größer als mein Daumen.
Um mich herum turnten Väter und Mütter mit ihren Kindern.
Jeden Tag sah ich den Priester an uns vorbei kommen, der uns die Rettung unserer Seelen versprach.
Jeden Tag war mein Daumen größer als der schwarze Berg.
Jeden Tag ging ich zweimal hinaus in die Dörre um Nahrung zu finden.
Jeden Abend versorgte ich meine Nachbarn
Jeden Nacht lauschte ich dem Knirschen der Räder.
Jeder verdorrte Baum, der tagelang an uns vorüber zog, war willkommen.
So wussten wir, dass wir uns trotz unserer langsamen Geschwindigkeit weiter voran bewegten.
Frühmorgens konnte man jeden von uns aus den Wagen steigen sehen, um die verbliebene Entfernung abzuschätzen.
Ein Auge zugedrückt, einen Arm ausgestreckt, prüfte jeder ob der schwarze Berg nun größer war als der Daumen.
Vor mir war eine Familie mit Tochter und Sohn.
Vor ihnen eine andere Familie mit Tochter und Sohn
Hinter mir war eine Familie mit Tochter und Sohn.
Hinter ihnen war eine Familie mit Tochter und Sohn.
Jeden Tag kam der Priester vorbei an uns vorbei, um uns die Rettung unserer Seelen zu versprechen.
Jeden Tag ging ich zweimal hinaus in die Dörre um Nahrung zu finden.
Wo waren die Würmer?
Jagten wir die Pflanzen oder jagten sie uns?
Die Söhne folgten mir sobald sie groß genug waren.
Ich war ihr Anführer.
Ich hatte sie auf den Weg zu bringen.
So manche einsame und kalte Nacht verbrachten wir schweigsam miteinander.
Wo war das Wasser?
Wo war die Nahrung?
Die Töchter dankten es uns wenn wir erfolgreich zurück kamen.
Gierig nahmen wir ihre Dankbarkeit an
Die Väter verwerteten die Überreste.
Die Mütter hielten Kurs.
Jeder hatte jeden einmal jede Nacht Gast zu sein.
Jeder hatte einmal am Feuer des anderen zu sitzen und alte Geschichten zu erzählen.
Damals kam wunderliches weißes Zeug vom Himmel, welches kalt und einzigartig war.
Mann konnte ganze Schlachten damit schlagen und echte Männer damit bauen.
Damals wurde man nicht von Pflanzen attackiert, man attackierte sie und nutzte sie.
Damals lebte man in festen Gebäuden und musste nicht nach Wasser oder Nahrung suchen.
Damals gab es Licht wann immer man es wollte.
Unter uns knirschten die Räder.
Jeden Morgen stiegen wir aus unseren Wagen um uns zu vergewissern ob der schwarze Berg größer wurde als unser Daumen.
Jeden Morgen scharten sich die Söhne um mich.
Jeden Tag gingen wir zwei mal hinaus in die Dürre um Nahrung zu finden.
Jeden Abend dankten es uns die Töchter.
Jede Nacht erzählten wir uns Geschichten
Die Töchter wurden Mütter.
Die Söhne wurden Vater.
Der Priester wurde langsamer, bis schließlich ein neuer Priester kam, der unseren Seelen Erlösung versprach.
Jeden Morgen prüften wir ob unser Daumen größer war als der schwarze Berg.
Jeden Tag ging ich mit meinen Jungen hinaus um nach Nahrung zu suchen.
Ich werde den schwarzen Berg nicht erreichen.
Die Dürre ist meine Heimat.
Die Dürre ist mein Tod.


Launing
die Geschichte einer Verwandlung

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